Handgemenge in Unterkunft: Ermittlungen eingestellt

Rund ein Jahr nach einem Handgemenge in einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Der Verdacht, ein Rettungssanitäter habe bei einem Einsatz einen Flüchtling mit der Faust ins Gesicht geschlagen, während dieser gefesselt auf einer Trage lag, habe sich nicht erhärtet, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Mittwoch.

Kassel - Die „HNA“ hatte zuvor über die Wendung in dem Fall berichtet.

Demnach stützt sich die Staatsanwaltschaft bei ihrer aktuellen Bewertung auf das Bundeskriminalamt, das das Videomaterial ausgewertet hat. Die daraus gefertigten Einzelbilder ließen nicht zweifelsfrei erkennen, dass der Schlag den Flüchtling tatsächlich im Gesicht traf. Auch die Ermittlungen gegen die beiden damals anwesenden Polizisten wegen einer möglichen Strafvereitelung im Amt wurden eingestellt.

Laut damaligem Polizeibericht waren Polizei und Rettungsdienst am 8. November wegen eines randalierenden Bewohners in die Flüchtlingsunterkunft gerufen worden. Der damals 32-jährige, „sichtlich alkoholisierte“ Bewohner habe versucht, die Einsatzkräfte zu attackieren, heißt es darin. Dabei sei es auch „zu mehreren Spuckattacken gegen die Beamten und die Rettungskräfte“ gekommen. Der Schlag des Rettungssanitäters wurde in dem Bericht nicht erwähnt. dpa

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