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Handwerkliche Apfelweinkultur in deutscher Kulturerbe-Liste

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Äpfel hängen am Baum
Äpfel der Sorte „Geheimrat von Oldenburg“ reifen an einem Apfelbaum auf der Obstwiese des Apfellandes Schmiehbachtal. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die auch in Hessen und Rheinland-Pfalz verbreitete Apfelweinkultur ist in die Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen worden. Beschlossen haben dies die Kulturministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Liste wurde zudem um weitere vier Einträge reicher. Neu aufgenommen wurden am Mittwoch neben der handwerklichen Apfelweinkultur der Willibaldsritt in Jesenwang, das Brieftaubenwesen und die Trakehner Zucht, wie die Deutsche Unesco-Kommission in Bonn berichtete.

Bonn/Frankfurt - Zudem wurde das Pflasterer- und Steinsetzer-Handwerk als Modellprogramm für den Erhalt Immateriellen Kulturerbes gewürdigt.

Das bundesweite Verzeichnis umfasst damit 131 Einträge. Das Verzeichnis bilde die unterschiedlichen Facetten kultureller Ausdrucksformen ab, sagte die Vorsitzende der Kulturministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos).

Die handwerkliche Apfelweinkultur verbinde Fertigkeiten um die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen mit Wissen und Können der Apfelweinherstellung und den dazugehörigen Bräuchen, teilte die Unesco mit. Betrieben werde sie häufig von Familien, Vereinen und Keltergemeinschaften, die ihr eigenes Obst anbauten und kelterten. Traditionell werde das Wissen und Können über Generationen hinweg weitergegeben. Straußenwirtschaften und Kleinkeltereien hätten zudem ihre eigenen geschmacklichen Traditionen und Aromen entwickelt. Verbreitet sei die Apfelweinkultur neben Hessen und Rheinland-Pfalz auch in Baden-Württemberg, Bayern und darüber hinaus. dpa

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