Einsatzkräfte stehen vor der Abfahrt an ihren Fahrzeugen
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Einsatzkräfte stehen vor der Abfahrt an ihren Fahrzeugen.

Helfer sollen abgebrannte Gebiete in Griechenland sichern

Die rund 190 Katastrophenschützer aus Hessen sollen in Griechenland vor allem dafür sorgen, dass in den abgebrannten Gebieten keine weiteren Feuer mehr auflodern. Das sagte der Leiter des Vorauskommandos, Heiko Neumeier, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Lalas nach einer Besprechung mit seinen griechischen Kollegen. Demnach sollen die hessischen Helfer auf der Halbinsel Peleponnes ein rund 8000 Quadratmeter großes Gebiet überwachen, das vor gut einer Woche den verheerenden Waldbränden zum Opfer fiel.

Lalas/Wiesbaden - „Dort ist alles abgebrannt“, berichtete Neumeier. „Wir erkunden jetzt, wo es Stellen gibt, wo das Feuer wieder aufflammen könnte.“ Dort werde dann Brandwache gehalten und es würden mögliche Glutnester gelöscht. Die Feuerwehrleute sollten bereits am Freitagnachmittag aus ihrem Basislager zu dem Einsatz aufbrechen.

Das Lager war am Donnerstag von dem Vorauskommando aufgebaut worden. Die hessischen Katastrophenschützer teilen es sich mit Helfern aus Österreich. „Die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort und den griechischen Einsatzleitern ist vorbildlich“, sagte Neumeier. „Sie haben uns am Donnerstag sogar schon Essen besorgt - wir mussten uns noch nicht einmal darum kümmern.“

Nach Angaben des Innenministeriums in Wiesbaden verfügen die hessischen Einsatzkräfte unter anderem über neun Tanklöschfahrzeuge, die besonders gut im Gelände eingesetzt werden können. Spezialisten sorgen für Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung. Das Technische Hilfswerk (THW) stellt die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge sicher. Hessen hat nach Ministeriumsangaben das größte Hilfeleistungskontingent nach Griechenland geschickt - gefolgt von Rumänien mit 140 Helfern.

Die Katastrophenschützer der kommunalen Feuerwehren sowie der Hilfsorganisationen waren am Montag von Hösbach bei Aschaffenburg (Bayern) mit 34 Einsatzfahrzeugen aufgebrochen. Sie kommen aus Frankfurt, Wiesbaden sowie den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Offenbach, Main-Kinzig, Wetterau und Odenwald. Ihr Einsatz ist zunächst auf zwei Wochen ausgelegt. dpa

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