Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier betont nach dem Bund-Länder-Gipfel zur aktuellen Corona-Lage, dass es weiter das Wichtigste sei, „dass sich die Menschen impfen lassen“.
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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier betont nach dem Bund-Länder-Gipfel zur aktuellen Corona-Lage, dass es weiter das Wichtigste sei, „dass sich die Menschen impfen lassen“. (Archiv)

Hessen

Bouffier bezieht Stellung nach Corona-Gipfel: Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Nach dem Corona-Gipfel geht es vor allem um mögliche Nachteile für Nicht-Geimpfte. Auch Hessens Regierungschef Volker Bouffier äußerte sich.

Update vom Dienstag, 10.08.2021, 18.37 Uhr:  Hessen Regierungschef Volker Bouffier (CDU) hat nach der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Bedeutung der Impfkampagne gegen das Coronavirus hervorgehoben. „Das Wichtigste ist es, dass sich die Menschen impfen lassen“, teilte Bouffier nach den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag (10.08.2021) mit. „Wir müssen die Impfquote erhöhen, nur das bietet ausreichend Schutz gegen eine Infektion.“

In Hessen sollen die aktuellen Corona-Regelungen laut Bouffier bis zum 19. August in Kraft bleiben. Die Landesregierung werde in der kommenden Woche in einer Sitzung des Corona-Kabinetts über die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz beraten und die entsprechenden Beschlüsse für Hessen umsetzen.

Corona in Hessen: Bouffier betont Bedeutung des Impfens

Bei der Konferenz war unter anderem beschlossen worden, dass für Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, negative Corona-Tests noch im August zur Voraussetzung für viele Aktivitäten in Innenräumen werden. Der Bund wird zudem ab dem 11. Oktober nicht mehr die Kosten für Corona-Schnelltests für alle Bürger übernehmen. Wer sich nicht impfen lässt und zum Beispiel für einen Restaurantbesuch einen negativen Test braucht, muss diesen dann selbst bezahlen. Ausnahmen gelten für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt.

Nachteile für Nicht-Geimpfte: Bouffier bezieht Stellung vor Corona-Gipfel – Unterstützung für Laschet

Erstmeldung vom Dienstag, 10.08.2021, 11.30 Uhr: Wiesbaden – Die Diskussionen über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie liefen bereits im Vorfeld des Corona-Gipfels von Bund und Ländern am Dienstag (10.08.2021) heiß. Besonders das Thema möglicher Vorteile geimpfter Personen im öffentlichen Leben sorgte für Kontroversen, wobei sich auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zu der Angelegenheit äußerte.

Bouffier schließt sich den Forderungen an, Corona*-Tests künftig nicht mehr kostenlos anzubieten, wobei im genauen Wortlaut „Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen“ betroffen sein sollen. Gleichzeitig fordert der Ministerpräsident von Hessen eine Ausweitung der Testpflicht sowie einen klaren Impf-Appell ausgehend von der Ministerpräsidentenkonferenz.

Hessen: Bouffier unterstützt Laschet vor Corona-Gipfel

Volker Bouffier unterstützt mit seinen Aussagen den kürzlich von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet vorgelegten Plan zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dieser sieht außerdem das Fortbestehen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite vor, wobei es laut Bouffier jetzt „entschlossenes und länderübergreifendes Handeln“ braucht. Darüber hinaus sieht der Plan eine differenzierte Erfassung des Pandemie-Geschehens vor. Während die Corona-Inzidenz in Hessen steigt, soll diese nach Ansicht vieler künftig nicht mehr als Orientierungs-Wert genutzt werden.

In seiner Erklärung machte der hessische Regierungschef ebenfalls deutlich, dass er einen erneuten Lockdown verhindern will. Dies sollte Grund zum Aufatmen beim Hessischen Industrie- und Handelskammertag sein, laut dem jede weitere pauschale Schließung „vollkommen unverhältnismäßig“ wäre. (vbu) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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