1. Startseite
  2. Hessen

Hessen lockert Regeln: Maskenpflicht in Schulen aufgehoben

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Mit dem Ende der Maskenpflicht am Platz sollen die hessischen Schüler ein Stück Freiheit zurückbekommen, sagt Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Auch weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie gibt es.

Wiesbaden - Angesichts der stabilen Lage in den Kliniken und tendenziell sinkender Infektionszahlen lockert Hessen von Freitag an die Corona-Regeln weiter. Bei Veranstaltungen werden wieder mehr Teilnehmer und Zuschauer zugelassen. Im Freien können dann bis maximal 25.000 Menschen dabei sein, drinnen maximal 6000 Menschen. Es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet), ab 500 Menschen die 2G-plus-Regel (grundsätzlich nur Geimpfte und Genesene und nur Geboosterte dürfen ohne zusätzlichen Test rein).

Ein weiterer Lockerungsschritt sieht vor, dass auch Ungeimpfte mit einem negativen Test wieder in Restaurants, Kneipen und Hotels können. Somit gilt dort die 3G-Regelung. Derzeit lauten die Vorgaben für den Innenbereichen der Gastronomie noch 2G plus. Auch für den Besuch unter anderem von Fitnessstudios, Hallenbädern, Zoos, Freizeitparks und Schlössern sowie für körpernahe Dienstleistungen ist der 3G-Nachweis künftig ausreichend.

Auch Diskotheken und Clubs dürfen mit 2G-plus-Regel für Innenbereiche wieder öffnen, es gilt eine Kapazitätsbeschränkung auf 60 Prozent.

Mit der Aufhebung der Maskenpflicht am Platz im Klassenraum will Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) den Schülerinnen und Schülern zudem eine „spürbare Erleichterung“ in der Corona-Pandemie verschaffen. Die Omikron-Welle sei gebrochen, die Infektions- und Quarantänezahlen in den Schulen seien deutlich gesunken. „Deshalb geben wir den Kindern und Jugendlichen ein Stück Freiheit zurück“, teilte der Minister am Freitag mit. Die Maskenpflicht am Platz soll an den Schulen ab Montag (7. März) wegfallen.

Seit Beginn des Jahres wurden in Hessens Schulen den Angaben zufolge wöchentlich im Durchschnitt mehr als 2,1 Millionen Antigen-Selbsttests auf das Coronavirus von den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Dabei erreichte die Quote positiver Tests mit 0,65 Prozent (14.500 Tests) Anfang Februar ihren Höhepunkt, wie das Ministerium mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich rund 27.500 Kinder und Jugendliche in Quarantäne befunden.

Seitdem sei die Quote positiver Antigen-Selbsttests auf 0,28 Prozent (6200 Tests) gesunken, die Zahl in Quarantäne befindlicher Schülerinnen und Schüler verringerte sich im selben Zeitraum auf 7800 Kinder und Jugendliche, wie das Ministerium erläuterte.

Die Aufhebung der Maskenpflicht bedeute natürlich nicht, dass Kinder und Jugendliche im Unterricht keine Maske mehr anlegen dürften, ergänzte Lorz. „Wer sich mit Maske sicherer fühlt, darf sie selbstverständlich weiterhin tragen.“ Die Testpflicht bleibe vorerst bestehen: Alle nicht geimpften Schülerinnen und Schüler müssen sich bis auf Weiteres dreimal pro Woche testen lassen. Geimpfte oder genesene Kinder und Jugendliche dürfen sich ebenfalls testen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen ist derweil am Freitag leicht gesunken. Nach Daten des Robert Koch-Instituts lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 877,5 nach 884,7 am Vortag (Stand 3.32 Uhr). Innerhalb eines Tages wurden den Angaben zufolge 11.118 Corona-Neuinfektionen und 19 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es damit 1 101 305 bestätigte Corona-Infektionen im Bundesland. 9256 Menschen starben an oder mit dem Virus.

Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Erkrankten in Krankenhäuser je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ging am Freitag leicht zurück. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Sozialministeriums bei 6,02 - nach 6,31 am Vortag. Eine Woche zuvor hatte dieser für die Einschätzung der Pandemieentwicklung wichtige Wert in Hessen bei 6,15 gelegen.

Auf den Intensivstationen der hessischen Krankenhäuser lagen am Freitag nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 161 erwachsene Covid-19-Patienten, von denen 71 beatmet werden mussten (Stand 11.05 Uhr). dpa

Auch interessant

Kommentare