Zwar lässt es sich so leichter atmen, aber wer seine Schutzmaske unter der Nase trägt, gefährdet sich und andere.
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Zwar lässt es sich so leichter atmen, aber wer seine Schutzmaske unter der Nase trägt, gefährdet sich und andere.

Coronavirus

Viele Hessen tragen Masken falsch – Arzt: „So bringt das gar nichts“

Hessen: Eine der stärksten Waffe im Kampf gegen Corona ist die Schutzmaske. Doch wer sie unter der Nase trägt, begeht einen leichtsinnigen Fehler. 

  • Mund-Nasen-Masken* sollen die Ausbreitung des Coronavirus* eindämmen
  • Auch in Hessen gilt eine Masken-Pflicht, etwa in Bus und Bahn oder im Supermarkt
  • Viele Hessen tragen ihren Mund-Nasen-Schutz aber falsch – nämlich unter der Nase

Frankfurt – Der Name sagt es eigentlich schon: Mund-Nasen-Schutz! Doch das ist für viele Hessen scheinbar zu hoch. Sie tragen ihren Atemschutz grundsätzlich unter der Nase – und verseuchen damit die Umgebung mit ihren Viren und Bakterien. Dass sie so auch selbst nicht vor dem Coronavirus geschützt sind, ist ihnen entweder egal oder sie verstehen es nicht. Die Zahl derer, die den Mund-Nasen-Schutz falsch nutzen, scheint zu wachsen.

Coronavirus in Hessen: Masken unter der Nase bringen „gar nichts“

Den Gesundheitsämtern in Hessen bereitet das Sorgen. Dr. Bernhard Bornhofen vom Stadtgesundheitsamt in Offenbach kennt diese Unart zur Genüge. „Die Menschen machen sich offenbar nicht klar, dass sie damit sich und andere gefährden“, sagt der Mediziner. Im Grunde sei das so, als ob man gar keinen Atemschutz trage. „Das bringt so gar nichts.“

Denn: Viren und Bakterien werden auch durch die Nase ausgeschieden – auch das Coronavirus. Und zwar schon beim normalen Ausatmen. Lediglich die ausgestoßenen Partikel, etwa beim Husten, würden so mehr oder weniger zurückgehalten werden. Was aus der Nase kommt, ist aber für die Menschen im Umfeld genauso gefährlich. Bornhofen stellt auch klar: „Auch, wenn Masken ohnehin keinen kompletten Schutz bieten. Wer seine Maske unter der Nase trägt, atmet infektiöse Partikel in der Luft ein und kann sich so auch infizieren.“

Hessen: Manche Senioren bekommen unter Masken schlecht Luft

Die Gründe, warum die Hessen die Masken falsch tragen, sind offenbar vielfältig. Da gibt es die Senioren, die unter der Maske so schlecht Luft bekommen, dass ihnen schwindlig wird. Aber es gibt eben auch die große Mehrheit derer, die das Masketragen als lästig empfinden und es sich aus Bequemlichkeit etwas angenehmer machen wollen, ohne sich im Klaren zu sein, welche Folgen dieser Leichtsinn haben kann. 

Für die Senioren hat Bornhofen einen Tipp. „Wer unter einer Maske schlecht Luft bekommt, kann das mit seinem Arzt besprechen und abklären lassen“, rät der Mediziner. Oft erhielten solche Patienten dann ein Attest, das sie vom Tragen der Masken befreit. Für die zweite Gruppe hat Bornhofen indes wenig Verständnis. „Das ist schon verantwortungslos. Diese Leute denken nur an sich und nicht an die anderen Menschen um sie herum, die sie anstecken könnten.“

Hessen: Keine Strafe für falsch angezogene Masken?

Dass dieser Trend nicht abflauen wird, scheint jetzt schon gesichert zu sein. Die Ordnungsämter in Hessen legen ihren Fokus auf andere Probleme. „Für uns zählt sicher immer zuerst bei Kontrollen, ob die Abstandsregeln eingehalten werden“, sagt der Frankfurter Ordnungsamtssprecher Ralph Rohr. Zwar informiere man die Menschen auch über den ordnungsgemäßen Sitz der Maske. Aber das geschehe wenn überhaupt nur am Rande. Geahndet wird ein falsch aufgezogener Mundschutz offenbar nirgendwo in Hessen.

Beim Stadtgesundheitsamt in Offenbach will man jetzt prüfen, ob man die Bevölkerung besser aufklären kann. Bornhofen: „Das würde angesichts der vielen falsch getragenen Masken Sinn machen.“

Von Christian Reinartz

Die Maskenpflicht bleibt, das ist klar. In vielen anderen Punkten hat das Land Hessen Einschränkungen nun aber wieder aufgehoben. Die jüngsten Corona-Lockerungen in Hessen im Überblick. Nach den Corona-Lockerungen in Hessen folgt jetzt wieder ein Verbot angesichts des Coronavirus. In Hessen wurde ein Beherbergungsverbot für folgende Risikogebiete und -regionen getroffen.

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