Hessen prüft Ausweitung des Schulsanitätsdienstes

Hessen will spezielle Erste-Hilfe-Schulungen für Schülerinnen und Schüler erproben und im Anschluss den landesweiten Einsatz von Schulsanitätsdiensten prüfen. Um den Test gut vorzubereiten, fänden derzeit Gespräche mit Hilfsorganisationen wie etwa dem Deutschen Roten Kreuz statt, erklärte das Kultusministerium in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Kerstin Geis.

Wiesbaden - Schulsanitätsdienste gibt es nach Angaben des Ministeriums mittlerweile bereits an den meisten weiterführenden Schulen in Hessen. Mitglieder eines solchen Dienstes sind Schülerinnen und Schüler, die in Erster Hilfe ausgebildet wurden. „Diese sind grundsätzlich unter Aufsicht und Betreuung einer Lehrkraft tätig.“

Wie der Schulsanitätsdienst konkret organisiert wird, entscheidet jede Schule selbst. Bewährt habe sich beispielsweise ein Einsatz während der Pausen, teilte das Ministerium mit. Schulsanitäter und -sanitäterinnen könnten sich mit Warnweste und einem Erste-Hilfe-Koffer ausgestattet an bekannten Unfallschwerpunkten aufhalten.

Denkbar ist auch eine Rufbereitschaft während des Unterrichts. Dafür holen sich die Schulsanitäter, die gerade eingeteilt sind, am Morgen ein Handy oder einen Piepser beim Sekretariat ab. Auch bei Wandertagen der Klassen 5 und 6 könnte es sinnvoll sein, dass ein Schulsanitäter die Kinder begleitet - etwa zur Schlittschuhbahn oder im Schwimmbad, erläuterte das Ministerium. dpa

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