Eine Grundschülerin mit Schulrucksack trägt einen Mundschutz, im Hintergrund weitere Kinder. (Symbolbild)
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Die Einschulung ist ein wichtiger Tag für die Abc-Schützen. (Symbolbild)

Corona-Schuljahr 2021/22

Schulstart in Hessen: Präsenzunterricht auch bei steigenden Inzidenzwerten

  • VonNadja Austel
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Das hessische Schuljahr ist mit vollem Präsenzunterricht geplant. Das Land setzt auf Prävention in Form von Tests, Impfungen und Maskenpflicht an Schulen.

Wiesbaden - Das neue Schuljahr startet in Hessen* am Montag (30.08.2021). Die aktuellste Version des hessischen Corona-Eskalationskonzepts sieht vor, dass es als Präsenzunterricht durchgeführt wird. Den Kindern und Jugendlichen soll möglichst viel Normalität angeboten werden.

Das Corona*-Konzept sehe vor, dass auch bei steigenden Inzidenzen keine Schulen geschlossen würden, so Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Auch Distanz- oder Wechselunterricht solle es nicht mehr geben. Lorz sei zuversichtlich, dass das Land trotz andauernder Pandemie besser durch das neue Schuljahr komme als durch das vergangene.

Corona-Prävention an Schulen in Hessen: Tests, Masken und möglichst viele Impfungen

Zu Beginn des Schuljahres solle es zwei Präventionswochen geben: In dieser Zeit sollen die Schüler drei statt zweimal pro Woche auf eine Infektion getestet werden. Während des Unterrichts und auch am eigenen Platz bestehe Maskenpflicht. Das Ministerium empfiehlt außerdem, auch im Freien den Mundschutz zu tragen.

Lorz bekräftigte außerdem, dass das Land die Schulen bei Impfaktionen vor Ort unterstütze. Es werde aber nicht geplant, jeder Schule „zwangsweise einen Impfbus“ auf den Schulhof zu stellen. Die Angebote sollten weiterhin freiwillig bleiben und nicht zu Streitigkeiten oder Unmut führen. Dennoch plädierte der Minister für Impfungen für Schüler und Eltern, ob dieser Appell einer möglichen Impfmüdigkeit – wie beispielsweise im Kreis Limburg-Weilburg zu spüren – entgegenwirkt, bleibt abzuwarten.

Hessen: Corona-Testheft für Schüler statt negativem Testnachweis

Die Schüler:innen werden ein Corona-Testheft erhalten, in dem die Ergebnisse der Schnelltests eingetragen werden können. Zusammen mit einem Schülerausweis, Kinderreisepass oder Personalausweis ersetzt dieses dann den negativen Testnachweis für beispielsweise Kino- oder Restaurantbesuche. Das Testheft solle den Alltag der Schüler:innen erleichtern.

Corona-Schuljahr 2021/22: Schulen bekommen bessere Ausstattung und mehr Angebote

Im neuen Schuljahr sollen zudem die Ganztagsangebote ausgebaut werden. Auch Deutsch-Kurse für Kinder mit schlechteren Sprachkenntnissen und der Einsatz von sozialpädagogischen Fachkräften würde aufgestockt.

Auch die Digitalisierung schreite voran: Die Anbindung der Schulen an gigabitfähiges Internet liege nun bei 71 Prozent, im Gegensatz zu 30 Prozent im Jahre 2019. Hessen habe außerdem begonnen die Schulen mit Computern für Lehrkräfte und bedürftige Schüler:innen auszustatten. 50.000 Geräte für Lehrer und 87.000 Geräte an Kinder und Jugendliche seien laut Lorz ausgeliefert worden.

Schulen in Hessen: Islamunterricht auch für Jahrgangsstufe 9

Der Islamunterricht werde vom kommenden Schuljahr an auf die Jahrgangsstufe 9 ausgeweitet. Hessenweit würden damit 3300 Schülerinnen und Schüler an 56 öffentlichen Schulen von 120 Lehrkräften unterrichtet. Das Fach „Islamunterricht“ wurde - anders als konfessionsgebundener Religionsunterricht - ohne explizites Bekenntnis zum Glauben eingeführt. Es gibt ihn seit dem Schuljahr 2019/2020. (Nadja Austel mit dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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