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Sturmtief "Benjamin": Das kommt auf Hessen zu

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Sturmtief "Benjamin": Das kommt auf Hessen zu 

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Der Januar startet nicht gerade mit dem schönsten Winterwetter. Während im Süden und teils im Osten Deutschlands das Schneetreiben kein Ende nehmen mag, steht dem Norden eine Sturmflut bevor. In Hessen wird das Sturmtief „Benjamin“ nicht allzu schwer ausfallen, doch auch hier sollten sich die Menschen vorbereiten und vorsichtig sein.

Frankfurt - Viele Hessen sind gerade in Skigebieten eingeschneit oder kommen nicht weg. Auch für unsere FNP-Kollegin begann der Ski-Urlaub wenig erfreulich. Bei ihrer Anreise am Samstag von Frankfurt nach Lienz in Ost-Tirol wurde sie mit ihrer Familie von einem Schneesturm überrascht. Auf der Felbertauernstraße bildete sich eine geschlossene Schneedecke von München bis Ost-Tirol. „Schneeflocken mit etwa drei Zentimeter Durchmesser fielen vom Himmel und unter unseren Scheibenwischern haben sich immer wieder Eisplatten gebildet. Sowas habe ich noch nie erlebt“, erzählt sie. Für die letzten 200 Kilometer bis zum Skiort Lienz habe die Familie sechs Stunden gebraucht.

Schneemassen in Bayern, Sturmflut im Norden

Während die Schneeberge in Bayern immer weiter wachsen, wird es im Norden Deutschlands zunehmend windiger. An der Nordsee wird eine Sturmflut erwartet. Sturmtief "Benjamin", der den Küsten orkanartige Böen und die Flut beschert, könnte auch in Hessen unangenehm werden. Zwar nicht mit den dort erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 105 Kilometern pro Stunde, aber auch in Hessen sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70 Kilometern pro Stunde möglich. 

Sturmtief "Benjamin": Schnee, Glätte und Wind in Hessen

Schon ab Dienstagabend soll sich das Sturmtief "Benjamin" mit starken Böen in Hessen bemerkbar machen und bis Mitternacht anhalten, bevor es wieder abnimmt. Metereologen raten mit dem traditionellen rauswerfen der Weihnachtsbäume bis nach dem Sturm zu warten. Auch sonst gilt es, aufmerksam und vorsichtig zu sein. „Äste könnten herabstürzen, auch ungeschützte Pflanzen im Garten oder Gegenstände können herumfliegen“, sagt eine Sprecherin des DWD.   

Viele Straßen in Bayern und Österreich sind zugeschneit.

Temperaturen in Hessen sinken

Auch am Mittwoch bleibt es weiter ungemütlich, wenn auch die Windstärke abnimmt. Die Temperaturen in Hessen sinken. In der Nacht zum Freitag kann in Hessen mit null bis drei Grad gerechnet werden, im Bergland niedriger. Regen, Schneefall und Glätte sind möglich. In Nordhessen kann es schon in der kommenden Nacht ein bis zwei Zentimeter schneien. 

Bisher keine Einschränkungen im Bahn-und Flugverkehr

Bahnreisende müssen sich in Hessen bisher nicht auf Einschränkungen im Regionalverkehr aufgrund des Sturmtiefs einstellen. Beim Fernverkehr vor allem in den Norden und Süden Deutschlands sollten sich Reisende jedoch im Vorfeld informieren, rät ein Sprecher der Deutschen Bahn. „Bisher gibt es keine größeren Einschränkungen, wir haben jedoch die Bereitschaften verstärkt“, sagt er. Auch Flugreisende können derzeit noch aufatmen und mit einem normalen Betrieb am Frankfurter Flughafen rechnen. „Der Flugverkehr ist im geregelter Betrieb", bestätigt ein Sprecher von Fraport. Es liegen zwar Windwarnungen vom DWD vor, das Wetter dürfte sich jedoch nicht auf den Flugverkehr auswirken. 

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