Richard von Weizsäcker

Hessen trauert um Weizsäcker: «große Persönlichkeit»

Nach

Nach dem Tod von Richard von Weizsäcker hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) den ehemaligen Bundespräsidenten «als herausragenden Präsidenten, bedeutenden Politiker und eine große Persönlichkeit» gewürdigt. Seine Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes sei «wichtig und unverzichtbar» gewesen. «Richard von Weizsäcker war ein Präsident, der in Deutschland sehr großen Respekt und Anerkennung gefunden hat und unser Land in herausragender Weise repräsentierte.» Der Politiker war am Samstag im Alter von 94 Jahren gestorben.

Auch der Deutsche Evangelische Kirchentag trauerte um seinen langjährigen Präsidenten. Kirchentagspräsident Andreas Barner würdigte den ehemaligen Bundespräsidenten als weisen Berater und großes Vorbild. «In kluger Bedachtsamkeit hat er die Welten der Politik, der Wirtschaft und des Glaubens zusammengeführt», sagte er am Samstag in Fulda.

Richard von Weizsäcker habe den Kirchentag zusammengehalten und exemplarisch für die Verbindung «eines aufgeklärten Protestantismus mit politischer Beherztheit» gestanden, sagte Generalsekretärin Ellen Ueberschär. Der Politiker gehörte dem Präsidium des Kirchentags von 1962 bis 1989 an, zwischen 1964 und 1970 sowie 1979 bis 1981 war er dessen Präsident.

Deutschland wird am 11. Februar offiziell vom früheren

Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker Abschied nehmen. Für diesen

Tag hat sein Nachfolger Joachim Gauck einen Staatsakt zu Ehren des am

Samstag gestorbenen einstigen Staatsoberhauptes angeordnet. Von

Weizsäcker wurde 94 Jahre alt. Politiker im In- und Ausland würdigten

sein politisches Lebenswerk. Sie erinnerten vor allem an seine Rede

vom 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag des Kriegsendes, in der er sich

ohne Beschönigung mit den Verbrechen der Nazi-Zeit auseinandersetzte

- und von Befreiung statt Niederlage sprach.

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