FFP2-Masken
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FFP2-Masken mit CE-Zertifizierung liegen auf einem Tisch.

Hessen: Verschärfung der Corona-Regeln nach Herbstferien

Die Sorge vor steigenden Corona-Zahlen nach den Herbstferien ist groß. Zwei Präventionswochen in den Schulen mit mehr Tests und Maskenpflicht sollen dazu beitragen, dass es beim Unterricht in den Klassenzimmern bleiben kann.

Wiesbaden - Hessen verschärft in den ersten zwei Wochen nach den Herbstferien die Corona-Regeln in den Schulen im Land. Vom 25. Oktober bis 5. November müssen die Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht am Platz eine Maske tragen und zudem öfter zum verpflichtenden Corona-Test gehen, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

„Wir wollen, dass auch nach den Herbstferien so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich jeden Tag in die Schule gehen können“, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) die zwei Präventionswochen. Damit solle vor allem die Infektionsgefahr durch Reiserückkehrer minimiert und der Infektionsschutz an den Schulen auch in den Herbst- und Wintermonaten aufrechterhalten werden.

Neben der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Unterricht am Platz müssen alle nicht geimpften Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme am Präsenzunterricht drei- statt zweimal pro Woche einen negativen Testnachweis erbringen. Dieser könne weiterhin kostenfrei in der Schule erbracht werden und werde im Testheft vermerkt, teilte Lorz mit. Alternativ könne der Testnachweis auch über eines der Testzentren erfolgen. Der Nachweis darf zu Beginn des Schultags höchstens 72 Stunden alt sein.

Das Kultusministerium hatte bereits für die Zeit nach den Sommerferien zwei Präventionswochen mit diesen Maßnahmen angeordnet. Nach Einschätzung von Lorz hat dieses Vorgehen besonders mit dazu beigetragen, dass es im laufenden Schuljahr bislang durchgehend Präsenzunterricht an den hessischen Schulen gibt.

Die regelmäßige Dokumentation der Schülertests im Testheft, die auch als Negativnachweis in der Freizeit etwa im Kino oder Restaurant gilt, bleibt nach Angaben des Ministers auch in den Ferien gültig. Voraussetzung dafür sei, dass in der Woche vor den Ferien die zwei notwendigen Tests im Heft dokumentiert sind. Sollte das Testheft bei Vorlage während der Ferien nicht akzeptiert werden, könnten die Kinder ein entsprechendes Schreiben des Kultusministeriums als Bestätigung vorlegen. Das Schreiben erhielten die Eltern noch vor den Ferien über die Schulen.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) riefen derweil zum Start der Herbstferien eindringlich dazu auf, auch im Urlaub die Corona-Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und sich impfen zu lassen. Auch das Testen bleibe gerade in und nach Urlauben in den Herbstferien wichtig. „Wir wissen, dass es an Urlaubsorten auch zu größerem Publikumsverkehr kommt, beispielsweise auf Märkten oder in belebten Innenstädten.“ Daher sei es wichtig, dass sich die Menschen an die Abstands- und Hygieneregeln halten und immer dort, wo viel los ist, eine Maske tragen. dpa

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