Bettina Stark-Watzinger (FDP)
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Bettina Stark-Watzinger (FDP).

Hessens FDP-Chefin gegen Ende der kostenlosen Corona-Tests

Gegen ein Ende der kostenlosen Corona-Tests hat sich Hessens FDP-Chefin Bettina Stark-Watzinger ausgesprochen. „Ich halte den Weg der Bestrafung über das Bezahlen für falsch, wir sollten mehr auf die Menschen zugehen und ihnen einen Anreiz bieten“, sagte sie in einem Interview der „Fuldaer Zeitung“ (Samstag). Das Beste sei, dort zu sein, wo die Leute seien:

Fulda - „Also zum Beispiel beim Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt mit einem Impfteam vor Ort.“

Dass Ungeimpfte ab dem 11. Oktober ihre Corona-Schnelltests selbst bezahlen müssen, findet Star-Watzinger „zu früh“. „Wir haben 30 Millionen Menschen in unserem Land, die noch nicht geimpft sind, und das sind nicht alles Leute, die sich nicht impfen lassen wollen“, sagte sie der Zeitung. „Solange noch nicht 80 Prozent der Bevölkerung geimpft oder genesen sind, brauchen wir verpflichtende Tests, um das Virus in Schach zu halten.“

Nach einem Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag soll es vom Bund finanzierte kostenlose Bürgertests ab 11. Oktober nicht mehr generell geben. Begründung: Es gibt die kostenlose Impfung. Für Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 sowie andere Menschen, für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, sollen Antigen-Schnelltests aber kostenlos bleiben.

Stark-Watzinger forderte zudem eine Abkehr vom Inzidenzwert als alleiniger Richtschnur für Corona-Maßnahmen. „Ich glaube, es ist niemanden zu vermitteln, dass wir bei einer Inzidenz von 35 eine pandemische Notlage von nationaler Tragweite haben. Das passt nicht und ist auch nicht vertrauensbildend“, sagte Stark-Watzinger, die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl ist. dpa

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