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Hessenweit nur geringe Nachfrage nach Novavax-Impfstoff

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Corona-Impfstoff Nuvaxovid
Die Mitarbeiterin eines Impfzentrums zieht den Corona-Impfstoff Nuvaxovid mit einer Spritze auf. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Rund eine Woche nach dem Start der Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Novavax ist die Nachfrage in Hessen deutlich geringer als erhofft. Nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Mittwoch ließen sich insgesamt 1575 Menschen mit diesem Impfstoff die Spritze geben (Stand: 6. März). „Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die Zählung unvollständig ist und noch Impfungen nachgemeldet werden“, erklärte das Sozialministerium in Wiesbaden.

Wiesbaden - Aktuellere Daten lagen beim RKI nicht vor.

Das insgesamt nachlassende Interesse an einer Impfung gegen das Coronavirus sei auch in den lokalen Impfstellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes spürbar, erläuterte das Sozialministerium. „Deren Kapazitäten werden der Nachfrage angepasst.“ Die Kreise und kreisfreien Städte seien allerdings gebeten worden, zumindest eine Impfstelle auch in Zeiten schwächerer Nachfrage offen zu halten.

Novavax sei bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad neun Monate haltbar, ein Verfall der Impfdosen drohe daher nicht unmittelbar, teilte das Ministerium weiter mit. Hessen hatte mit den ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Novavax zunächst etwa 108 000 Dosen erwartet.

Viele Menschen erhoffen sich von dem Mittel Nuvaxovid neuen Schwung für die Impfkampagne in Deutschland. Es wurde als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen - für Menschen ab 18 Jahren. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff - es basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher zumeist eingesetzten mRNA-Präparate von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben. dpa

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