Schottergarten
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Kies und Schotter statt Blumen und Gras bestimmen die Gestaltung eines Vorgartens.

Hessische Kommunen planen Verbot von Schottergärten

Zu wenig belebt und schlecht fürs Klima: Einige Städte in Hessen gehen gegen die umstrittenen Schottergärten vor. In Frankfurt etwa ist vor kurzem eine entsprechende Satzung erlassen worden, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. „Künftig soll es in Frankfurt bei privaten Neu- und Umbauten keine Schottergärten mehr geben.“ Auch Versiegelung privater Vorgärten sowie meterhohe Sichtzäune oder künstliche Pflanzen aus Plastik sollen zukünftig verboten sein.

Frankfurt/Main - Auch in Darmstadt habe man sich aufgrund des Trends, Vorgärten und andere Grundstücksfreiflächen mit Schotter auszubauen, zu einer Handlung gezwungen gefühlt, erklärte Daniel Klose von der Pressestelle Darmstadt. Daher habe sich die Stadt entschlossen, „in den Festsetzungen der neueren Bebauungspläne Schottergärten explizit auszuschließen“. In Kassel ist dies ebenfalls der Fall, wie die Stadt mitteilte. Im Bebauungsplan eines neuen Baugebiets in Offenbach sei eine ähnliche Regelung getroffen worden, erklärte der Stadtsprecher. Dort sollen die Vorgärten der neuen Häuser zu mindestens einem Drittel bepflanzt werden. Eine Satzung zur größtmöglichen Begrünung der Vorgärten im gesamten Stadtgebiet sei bereits in Planung.

Der Naturschutzbund Hessen sieht in dem Trend der Grauanlagen eine Bedrohung für Mensch und Natur, erklärte Sprecherin Kathrin Kaltwaßer. Es fehle durch die Schottergärten an wichtigen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Zusätzlich seien die grauen Gärten in der derzeitigen Klimaentwicklung ein echtes Problem: „Schottergärten heizen die Stadt und auch das direkte Umfeld des Hauses stark auf.“ dpa

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