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Hessische Linke wählt neuen Landesvorstand

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Petra Heimer (Linke)
Petra Heimer, eine der zwei Landesvorsitzenden der Partei Die Linke. © Hannes P. Albert/dpa/Archivbild

Mit neuem Personal an der Parteispitze will die Linke in den Landtagswahlkampf im Herbst 2023 in Hessen ziehen. Auf den neuen Landesvorstand kommt viel Arbeit zu - denn der Trend in den Umfragen zeigt nach unten.

Dietzenbach - Die hessische Linke steht vor einem Wechsel an der Parteispitze. Die amtierenden Landesvorsitzenden Petra Heimer und Jan Schalauske treten bei dem Parteitag am Wochenende in Dietzenbach (Kreis Offenbach) nicht wieder an. Mit der Landtagsabgeordneten Christiane Böhm und dem Kreissprecher der Linkspartei in Darmstadt, Jakob Migenda, gibt es bislang zwei Bewerbungen für die Nachfolge als Landesvorsitzende.

Neben der Wahl des neuen Landesvorstands am Samstag will die Linke bei dem zweitägigen Treffen auch über die Konsequenzen innerhalb der Partei nach den Sexismus-Vorwürfen diskutieren. Im Frühjahr hatte es Berichte über Fälle von sexueller Belästigung im Landesverband Hessen gegeben. Danach hatte der Landesverband ein Team mit mehreren Vertrauenspersonen benannt, an das sich Betroffene von sexualisierter Gewalt wenden können.

Auf dem Parteitag wird am Samstag auch eine Rede von Bundesparteichefin Janine Wissler erwartet. Wissler war vor ihrem Wechsel in die Bundespolitik langjährige Vorsitzende der Linksfraktion im hessischen Landtag. Bei der jüngsten Meinungsumfrage des Hessischen Rundfunks von Mitte Oktober verlor die Linkspartei an Zustimmung in der hessischen Bevölkerung.

Bei der Sonntagsfrage kam die Partei beim „Hessentrend“ auf drei Prozent der Stimmen. Im Vergleich zum „Hessentrend“ vom März 2022 entsprach das einem Rückgang von zwei Prozentpunkten. Die nächste Landtagswahl in Hessen soll im Herbst nächsten Jahres stattfinden. Der genaue Termin für die Stimmabgabe ist noch offen. Derzeit sitzen neun Linke-Abgeordnete im hessischen Parlament.

Bei den Landtagswahlen in diesem Jahr im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen verpasste die Linkspartei jeweils deutlich den Einzug in die Landesparlamente. dpa

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