Massive Zunahme

Hessische Zentralstelle: Anstieg von Kinderporno-Verfahren

Die Zahl der Verfahren um Kinderpornografie bei der Hessischen Zentralstelle für Internetkriminalität (ZIT) hat einem Bericht zufolge in diesem Jahr massiv zugenommen.

Die Zahl der Verfahren um Kinderpornografie bei der Hessischen Zentralstelle für Internetkriminalität (ZIT) hat einem Bericht zufolge in diesem Jahr massiv zugenommen. „Wir werden derzeit überschwemmt mit Kinderpornografie-Verfahren”, sagte der ZIT-Leiter und Oberstaatsanwalt Andreas May dem Radiosender „hr-iNFO”. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres seien rund 1200 neue Verfahren eingegangen, das seien ungefähr so viele wie im gesamten Vorjahr. „Es lässt sich schon absehen, dass sich die Verfahrens-Zahlen in diesem Jahr circa verdreifachen werden.” Bei den Fällen geht es um die Verbreitung, den Erwerb oder Besitz kinderpornografischer Inhalte.

May begründete diese „unglaubliche Steigerung” dem Bericht zufolge mit Meldungen großer Internetfirmen wie Google oder Facebook. Die seien verpflichtet, ihre Datenbestände nach kinderpornografischen Schriften zu durchforsten. Hinweise auf deutsche Täter würden an das Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet und von dort an die ZIT weitergegeben. Verfahren mit hessischem Bezug verfolgt die ZIT, andere reicht sie an zuständige Staatsanwaltschaften weiter.

Die ZIT ist eine Außenstelle der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und sitzt in Gießen. Sie entstand 2010 und war damals die erste Staatsanwaltschaft, die sich bundesweit gezielt mit Internetkriminalität beschäftigte.

(dpa)

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