Grundschule

Hilfe bei Schulproblemen: Land fördert Familienklassen

Hessen unterstützt künftig Grundschulen im Land bei der Einrichtung so genannter Familienklassen, um Kinder mit Schulproblemen gezielt zu fördern.

Hessen unterstützt künftig Grundschulen im Land bei der Einrichtung so genannter Familienklassen, um Kinder mit Schulproblemen gezielt zu fördern. Bei dem Konzept begleiten die Eltern ihre Söhne oder Töchter über mehrere Monate hinweg einmal die Woche zum Unterricht. Die Erfahrungen im Lahn-Dill-Kreis mit Familienklassen seien sehr positiv, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Montag in Wiesbaden. Daher unterstütze das Land künftig alle Kommunen, die das Modell in ihren Schulen einführen wollen, unter anderem mit 10 000 Euro pro Klasse.

In den Lerngruppen mit etwa acht Kindern geht es unter anderem darum, dass die Mädchen und Jungen ihre Schwierigkeiten im Schulalltag gemeinsam mit den Eltern lösen. Dabei unterstützen sie ein speziell ausgebildeter Trainer der Jugendhilfe und ein Lehrer. Wenn Kinder in der Schule auffällig werden, habe dies oft mit der familiären Situation zu tun, sagte Lorz. Daher sei es sinnvoll, dass Eltern und Kinder gemeinsam lernen, wie die Leistungen in der Schule besser werden können.

Im Lahn-Dill-Kreis haben seit Beginn des Angebotes 2010 rund 300 Kinder und ihre Eltern Familienklassen besucht, wie der Schuldezernent des Kreises, Heinz Schreiber, sagte. Die emotionale und schulische Bildung der Schüler habe sich durchweg verbessert. Oft werde auch der Zusammenhalt in den Familien gestärkt.

(dpa)

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