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Hinteregger: Wusste nichts von der Identitären Bewegung

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Martin Hinteregger
Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt gestikuliert. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Fußballprofi Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt hat nach der abgebrochenen Zusammenarbeit mit einem früheren FPO-Gemeinderat erneut sein Unwissen beteuert. „Ich weiß, dass er FPÖ-Politiker war, was in Österreich ja nichts Schlimmes ist. Ich habe aber von der Identitären Bewegung nichts gewusst und auch nicht, was das bedeutet. Dafür bin ich schon zu lange weg, und die Politik interessiert mich zu wenig“, sagte Hinteregger der Zeitung „Der Standard“ über Heinrich Sickl.

Frankfurt/Main - „In Deutschland bringen viele die FPÖ und AfD auf eine Ebene, die AfD ist aber zehnmal schlimmer.“

Sickl hatte 2018 für Schlagzeilen gesorgt, weil er in Graz Räumlichkeiten an die rechtsextreme Identitäre Bewegung vermietet hatte. Als dies nun öffentlich wurde, beendete der 29 Jahre alte Hinteregger seine Geschäftsbeziehung zu Sickl, mit dem er unter anderem bei der Organisation eines Fußball-Turniers in Hintereggers Heimat Sirnitz zu tun hatte. „Selbst wenn er mir gesagt hätte, dass er bei den Identitären war, hätte ich keine Ahnung gehabt, was das sein soll. Dann hätte ich aber wahrscheinlich gegoogelt“, sagte Hinteregger nun.

Der Abwehrspieler distanzierte sich nochmal ausdrücklich von jeglichem rechten Gedankengut. „Wenn ich nur ein bisschen anders denken würde, hätte ich mir nie diesen Status und dieses Leben in Frankfurt aufbauen können. Das wäre komplett widersprüchlich, weil ich diese Toleranz und Weltoffenheit ja verkörpere“, sagte er mit Bezug auf die Frankfurter Fanszene. Sickl habe er als „positiven, netten Menschen“ kennengelernt. „Wenn ihr ihn kennenlernen würdet, würdet ihr das Gleiche sagen. Nachdem ich die Geschichte kenne, ist die Wahrnehmung und Sicht natürlich eine andere.“ dpa

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