20 Hinweise zu Ausreisen in Kriegsländer aus Schulen

Ein beträchtlicher Teil von in Hessen geplanten Ausreisen in den Krieg nach Syrien und den Irak haben nach Einschätzung des Präventionsnetzwerks VPN Lehrer verhindert.

Ein beträchtlicher Teil von in Hessen geplanten Ausreisen in den Krieg nach Syrien und den Irak haben nach Einschätzung des Präventionsnetzwerks VPN Lehrer verhindert. Ein Mitarbeiter des Violence Prevention Networks (VPN) sagte am Freitag der Deutschen Presse-Agentur, VPN sei bei 20 von 60 Ausreiseplänen auf den Hinweis von Lehrern und Schulen aktiv geworden. Auch der Leiter der Nichtregierungsorganisation, Thomas Mücke, betonte die besondere Rolle von Lehrkräften: „Wir sind darauf angewiesen, dass Lehrer sich melden.” Außer von verzweifelten Angehörigen würden die meisten Hinweise aus Schulen kommen, aus Moscheen nur wenige.

Auf einer Fachtagung für Schuldirektoren und Lehrer am Donnerstag und Freitag in Freigericht betonte Sabine Thurau, Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes, Extremismus entstehe nicht nur in Kriegsgebieten wie Syrien und Irak, sondern „auch durch die wachsende Radikalisierung sehr junger Menschen in unserer gesellschaftlichen Mitte.” Radikalisiert werde nicht nur in Moscheen oder sozialen Netzwerken, sondern auch durch das Ansprechen an Schulen.

Der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Hessen, Robert Schäfer, unterstrich auf der Tagung, es gebe seit 2009 Fortbildungen, um Lehrende zu sensibilisieren - „damit sie Extremismus bereits im Entstehen erkennen und adäquat darauf reagieren können”.

(dpa)

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