Historische Dokumente aus Archiv werden sicherungsverfilmt

500 historische Rechnungsbücher des Hohen Hospitals Haina aus der Zeit von 1537 bis 1800 sind als historisch bedeutsame Dokumente in das Programm der Bundessicherungsverfilmung aufgenommen worden. Wie der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen mitteilte, werden die Rechnungsbücher auf Mikrofilmen gespeichert und in einem atomwaffensicheren ehemaligen Bergstollen mit höchster Sicherheitsstufe eingelagert.

Kassel/Wiesbaden- Die Originale der Bücher, die einen Einblick in die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der von Landgraf Philipp gegründeten Hessischen Hohen Hospitäler geben, lagern demnach im Archiv des LWV in Kassel. „Wir freuen uns sehr, dass erste Archivalien des LWV auf Mikrofilm gesichert werden, sind sie doch Teil des kulturellen Gedächtnisses hessischer Sozialpolitik“, sagte LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert laut Mitteilung.

Die Sicherungsverfilmung dient laut Haager Konvention vom 14. Mai 1954 dem Schutz von Kulturgut bei Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten. Seit 1961 wird dazu bedeutendes Kulturgut in Verfilmungsstellen, für Hessen im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, auf langzeitstabilem Mikrofilm mit mindestens 500 Jahren Lesbarkeit sicherungsverfilmt. Anschließend werden die Filme am zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland – dem Barbarastollen in Oberried bei Freiburg – gelagert. Dort liegen auf Mikrofilm beispielsweise die Bannandrohungsbulle von Papst Leo X gegen Martin Luther von 1520 sowie die Entstehungsakte des Grundgesetzes der Bundesrepublik. dpa

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