Studierende sitzen in einem Hörsaal
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Studierende sitzen in einem Hörsaal.

Hochschulen reduzieren Anteil von Studiengängen mit NC

Der Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge ist an hessischen Hochschulen leicht zurückgegangen. Wie aus einer Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervorgeht, sind im kommenden Wintersemester landesweit 32,8 Prozent der Fächer mit einem sogenannten Numerus Clausus (NC) belegt. Im Vorjahr war die Abiturnote noch bei 33,5 Prozent der Studiengänge für eine Zulassung entscheidend.

Gütersloh/Frankfurt - Mit der aktuellen Quote liegt Hessen unter dem Bundesdurchschnitt von rund 40 Prozent.

Sowohl bei den Hochschulen als auch den Fächern gibt es allerdings große Unterschiede: So hat Frankfurt unter den Hochschulstandorten mit mehr als 17.000 Studierenden mit 45 Prozent die höchste NC-Quote. In Marburg ist hingegen weniger als jedes fünfte Studienangebot zulassungsbeschränkt (18 Prozent). In den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften haben hessenweit knapp die Hälfte (48,8 Prozent) der Studiengänge einen NC, in den Sprach- und Kulturwissenschaften dagegen nur jeder zehnte (10,2 Prozent).

„Dass den Studieninteressierten des aktuellen Abiturjahrgangs nach diesem außergewöhnlichen Schuljahr mehr als die Hälfte aller Studienangebote ohne Zulassungsbeschränkungen offensteht, ist ein wichtiges und gutes Signal“, sagte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele. Den höchsten Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge gibt es im deutschlandweiten Vergleich in Hamburg (65,2 Prozent), Berlin (65,1) und dem Saarland (63,3). Beste Chancen auf einen Studienplatz gibt es in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Der NC wird nicht landesweit festgelegt. Hochschulen dürfen ihre Zulassungsbeschränkungen selbst der jeweiligen Nachfrage anpassen. Das CHE erhebt die Zahlen seit 2014. Sie basieren auf den Einträgen der bundesweiten Datenbank der Hochschulrektorenkonferenz (Stand: Mai 2021). Erfasst werden darin rund 20.800 Studiengänge. dpa

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