Wilhelm Leuschner-Medaille
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Die Wilhelm Leuschner-Medaille liegt anlässlich einer ehemaligen Verleihung in einer Schatulle.

Höchste Auszeichnung des Landes: Preisträger bekanntgegeben

Die Preisträger der Wilhelm Leuschner-Medaille 2021 stehen fest: Die höchste Auszeichnung des Landes Hessen geht in diesem Jahr an den ehemaligen Bundesverfassungsrichter Herbert Landau, den ehemaligen Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms, die ehemalige Rüsselsheimer Oberbürgermeisterin Ottilia Geschka und die Krankenschwester Zeynep Kallmayer.

Wiesbaden - Wie die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mitteilte, ist die Preisverleihung für den 1. Dezember - der Hessische Verfassungstag - in Wiesbaden geplant.

Die vier Preisträger hätten sich „in höchstem Maße für die demokratische Gesellschaft und ihre Mitmenschen eingesetzt“, begründete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die Wahl. Als Richter am Bundesverfassungsgericht habe Landau eine Reihe von bedeutenden Senatsentscheidungen vorbereitet und sich „lebenslang für die Einhaltung von Recht und Gesetz eingesetzt“, sagte Bouffier. Hermann Otto Prinz zu Solms-Hohensolms-Lich erhält die Auszeichnung den Angaben zufolge für sein gesamtes politisches Lebenswerk. Er sei „ein hochgeschätzter Politiker“.

Geschka habe als erste Oberbürgermeisterin in der Geschichte Hessens und erste Bevollmächtigte für Frauenangelegenheiten im Kabinett Frauen eine „starke Stimme“ gegeben. Die Frankfurter Krankenschwester Zeynep Kallmayer erhalte die Auszeichnung stellvertretend für die „vielen Bürgerinnen und Bürger des Landes Hessen, die durch die Pandemie beruflich vor enorme Herausforderungen gestellt wurden und im Pflegebereich eine herausragende psychische und physische Leistung vollbracht haben“. „Dass wir diese Pandemie so gut meistern, ist Menschen wie Zeynep Kallmayer zu verdanken“, sagte der Ministerpräsident.

Mit der Wilhelm Leuschner-Medaille werden seit 1965 Menschen geehrt, die sich beispielhaft für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. Zuletzt ging sie an den Kasseler Bischof Martin Hein, den ehemaligen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann, den früheren Frankfurter Oberbürgermeister Andreas von Schoeler und an die Frankfurter Schriftstellerin Minka Pradelski. Namensgeber Wilhelm Leuschner war einer der wichtigsten hessischen Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime. Nach dem Attentat auf Adolf Hitler 1944 wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet. dpa

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