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Hunderte demonstrieren in Frankfurt gegen Rechtsextremismus

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Demonstration vor Jahrestag der Anschläge von Hanau
Teilnehmer einer Demo protestieren gegen Rechtsextremismus in der Innenstadt von Frankfurt am Main. © Boris Roessler/dpa

Hunderte Menschen haben am Freitagabend in der Frankfurter Innenstadt gegen Rechtsextremismus demonstriert. Am Vorabend des zweiten Jahrestages des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau am 19. Februar 2020 erinnerten sie mit Plakaten und Sprechchören an die neun Toten des Anschlags - riefen die Namen der Opfer. Die Polizei sprach von 700 Teilnehmern.

Frankfurt/Main - Ein Teil der Demonstranten marschierte nicht nur mit Mund-Nasen-Bedeckung, sondern komplett vermummt. „Wo wart ihr in Hanau?“, skandierten die Demonstranten den zahlreichen Polizeibeamten entgegen, die den Demonstrationszug begleiteten. Auch struktureller Rassismus und Fremdenhass waren in den Beiträgen der Kundgebung ein Thema. Zwischendurch wurden Feuerwerkskörper abgebrannt, die Demonstration blieb aber friedlich.

Ein 43-jähriger Deutscher hatte am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Danach tötete der psychisch kranke Rechtsextremist seine Mutter und nahm sich selbst das Leben. Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus.

Am Samstag wird mit einer Gedenkveranstaltung und einer Demonstration in Hanau sowie an zahlreichen Orten in Deutschland an die Opfer des Anschlags erinnert. dpa

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