Blick auf das Bordell „SexInn“ im Bahnhofsviertel
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Blick auf das Bordell „SexInn“ im Bahnhofsviertel.

Im Bahnhofsviertel gehen wieder die Lichter an

Frankfurt/Main - Nach monatelanger Corona-Zwangspause sind am Freitagabend im Frankfurter Bahnhofsviertel wieder die Lichter der Rotlichtbetriebe angegangen. Für dieses Wochenende hatten die Lockerungen in Hessen es Bordellen, Clubs und Striptease-Bars erstmals wieder möglich gemacht, unter Auflagen zu öffnen. Testnachweis, Kontaktverfolgung und Masken während des Gangs durch die Lokale gehören weiterhin dazu.

Am Freitagabend hielt sich der Andrang in den Amüsierbetrieben zunächst noch in Grenzen.

„Für den Anfang sind wir mit zwölf Frauen gestartet - das kam ja von heute auf morgen, dass wir wieder aufmachen können“, sagte Christian Eckerlin, Betriebsleiter der Striptease-Bare „Pure Platinum“. „Ich bin zufrieden.“ Ob bald wieder die alten Zahlen erreicht werden, müsse abgewartet werden. „Viele Leute sind noch in Kurzarbeit ich denke, es wird Zeit brauchen.“

Nadine Maletzki, Betreiberin des Laufhauses „Sex Inn“ in der Frankfurter Taunusstraße, hatte am Freitag zunächst eher das Problem zu reichlicher Nachfrage, denn am Vormittag hatte zunächst nur eine Mieterin ihr Zimmer wieder bezogen. Am Abend arbeiteten acht Prostituierte, wie sie berichtete. Manche der ausländischen Frauen seien während des Lockdowns in ihre Heimatländer zurückgekehrt und noch nicht wieder zurück, andere müssten erst ihre Papiere in Ordnung bringen - nach der langen Zeit der Schließung seien die sogenannten Hurenpässe meist ausgelaufen. Diese Anmeldebescheinigungen nach dem Prostituiertenschutzgesetz müssten nun beim Ordnungsamt verlängert werden.

Das Ordnungsamt der Stadt hatte am Freitag bereits telefonische Terminbuchungen empfohlen und mit den Frauen bereits im Vorfeld zu klären, was für Unterlagen und Nachweise sie brauchen. dpa

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