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Im Sommer bei DAK fast so hoher Krankenstand wie im Winter

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Auch im Herbst wird Hessen von einer starken Grippewelle vereinnahmt.
Ein Fieberthermometer liegt auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. © Marijan Murat/dpa

Im Sommer haben sich bei der Krankenkasse DAK-Gesundheit fast so viele Arbeitnehmer krank gemeldet wie im Winter. Das zeigt eine Fehlzeiten-Analyse für die Monate Juli bis September in Hessen. Wie die Krankenkasse mitteilte, sorgten neben zunehmenden Infekten auch Rückenleiden und Depressionen für viele Arbeitsausfälle. Corona spielte hingegen kaum noch eine Rolle.

Frankfurt/Main - Der Auswertung aller Krankmeldungen zufolge kletterte der Krankenstand bei DAK-Versicherten in Hessen insgesamt um 40 Prozent - und zwar von 3,5 Prozentpunkten im zweiten Quartal auf 4,9 Prozentpunkte im dritten Quartal. Von 1000 Beschäftigten in Hessen fehlten von Juli bis September täglich durchschnittlich 49 bei der Arbeit. Somit lag der Krankenstand laut DAK auf ähnlich hohem Niveau wie in den Wintermonaten (erstes Quartal: 5,1 Prozent).

Hauptverantwortlich für die Ausfälle waren laut DAK Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Platz zwei belegten Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Bronchitis oder Grippe. Am dritthäufigsten waren psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen. Die Fehlzeiten aufgrund einer Corona-Infektion gingen hingegen deutlich zurück. Ihr Anteil am gesamten Krankenstand betrug im dritten Quartal 3,6 Prozentpunkte - nach 6,9 im zweiten und 8,7 im ersten Quartal.

Bei der DAK-Gesundheit sind rund 620.000 Menschen in Hessen versichert. Für die Fehlzeiten-Analyse wurden die Daten von rund 250.000 erwerbstätigen Mitgliedern ausgewertet. dpa

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