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Immobilienverbände fordern mehr von Landesregierung

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Hessische Immobilienverbände fordern Tempo von der Landesregierung, um die wohnungspolitischen Ziele der Berliner Ampel-Koalition zu erreichen. Das Vorhaben der Bundesregierung, jährlich 100.000 neue Sozialwohnungen in Deutschland fertigzustellen, entspreche in Hessen gemessen am Bevölkerungsanteil rund 7000 Sozialwohnungen. Das seien fast 6000 Wohnungen mehr, als derzeit fertiggestellt würden, sagte Axel Tausendpfund, Vorstand des Wohnungsverbands VdW Südwest, am Donnerstag in Frankfurt.

Frankfurt - „Das Land Hessen muss jetzt die PS auf die Straße bringen und mit den Finanzmitteln vom Bund und den eigenen Fördergeldern die richtigen Bedingungen schaffen, damit dieses Geld auch in großem Umfang abgerufen wird“, so Tausendpfund, der zugleich Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohnungs- und Immobilienverbände Hessen ist.

Mit dem Ziel von jährlich 400 000 neuen Wohnungen wolle die Bundesregierung auch mehr Menschen Wohneigentum ermöglichen. Bei geringem Eigenkapital spielten die hohen Erwerbsnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer aber eine große Rolle, betonten die in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossenen Verbände.

„Deshalb begrüßen wir, dass die neue Bundesregierung eine flexiblere Gestaltung der Grunderwerbsteuer ermöglichen will“, sagte Gerald Lipka, Geschäftsführer des BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland. Die Landesregierung müsse die Einführung von Freibeträgen bei der Grunderwerbsteuer für selbstnutzende Eigentümer auf Bundesebene unterstützen und in Hessen schnell umsetzen. In Hessen beträgt die Grunderwerbssteuer derzeit sechs Prozent.

Christian Streim, Vorsitzender von Haus & Grund Hessen, kritisierte die angekündigte Fortsetzung der Mietpreisbremse. Sie sei nicht geeignet, um bezahlbare Mieten in Ballungsräumen zu sichern. dpa

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