Impfung in Club in Frankfurt
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Die medizinische Fachangestellte Monica verabreicht einer Frau im Changó eine Boosterimpfung.

Impfen zum Fest: Pieks gegen Corona auch an Feiertagen

Impfen vor oder nach der Bescherung, in stattlicher Kirchenkulisse oder mit flotten Latino-Klängen. In Hessen wurde an Heiligabend und Weihnachten auch an außergewöhnlichen Orten geimpft - teils mit Nikolausmütze.

Frankfurt/Main - In einigen Impfstellen und an manch außergewöhnlichen Orten konnten sich Menschen in Hessen auch an Heiligabend oder Weihnachten gegen das Coronavirus impfen lassen. Im Latino-Club Changó im Frankfurter Bahnhofsviertel etwa war das an Heiligabend sowie am ersten Weihnachtstag bis in den Abend hinein möglich. Am Samstagvormittag sei ordentlich was los gewesen, berichtete Betreiber Ferdinand Hartmann. „Da haben wir richtig Gas gegeben“ - und das zu flotten Klängen.

Hartmann zufolge waren im Changó zwei Ärzte und Arzthelfer im Einsatz, auch könnten sämtliche Impfunterlagen gleich vor Ort digitalisiert werden. Möglich waren dort Erst-, Zweit- sowie Boosterimpfungen. Eine Boosterimpfung bekam am Samstag im Changó auch Straßenbahnfahrer Peter Wirth verpasst, der in Frankfurt als „Bahnbabo“ bekannt ist.

Auf die Frage, warum er sich impfen lässt, reimte Wirth: „Die Liebe ist die stärkste Macht. Sie trägt ihr Licht bis weit in die dunkelste Nacht. Nehmen wir dieses Licht und lassen wir es tief in unser Herz hinein. Dann können wir alle gegen diese Pandemie wehrhaft sein.“ Organisiert wurde die Impfaktion in dem Club außer von Inhaber Hartmann unter anderem auch von der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung der Stadt Frankfurt.

Kaum zwei Kilometer entfernt konnten sich Interessierte am Vormittag des Heiligabends in der Vorhalle des Frankfurter Doms eine Impfung verpassen lassen. Etwa 120 Menschen kamen. Zwei Impfteams waren dreieinhalb Stunden lang im Einsatz, wie eine Sprecherin der Stadtkirche sagte. „Die Stimmung ist gelöst und fröhlich gewesen - für manchen war die heutige Impfung ein „Geschenk Gottes“.“

Geöffnet hat an Weihnachten auch das Frankfurter Impfzentrum, wie die Stadt bereits am Donnerstag angekündigt hatte. Nur an Heiligabend war es dicht geblieben. „Wir rechnen alle damit, dass die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen in Frankfurt innerhalb kürzester Zeit bestimmen wird“, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes Peter Tinnemann. „Wer bis jetzt noch nicht geimpft ist, sollte die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, jetzt nutzen.“

Mit den zusätzlichen Öffnungszeiten über die Feiertage wolle man auch denjenigen einen Impftermin ermöglichen, die in Alltag und Beruf ansonsten stark eingebunden seien und wenig freie Zeit hätten, sagte Dierk Dallwitz, Geschäftsführer des DRK Frankfurt. Offen hatte an Heiligabend unter anderem die städtische Impfstation in Offenbach, auch am 26. Dezember war das geplant. dpa

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