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2:2 in Hannover: Darmstadt erkämpft mit Moral einen Punkt

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Hannover 96 - SV Darmstadt 98
Darmstadts Trainer Kai Schmitz gestikuliert am Spielfeldrand. © Daniel Reinhardt/dpa

Darmstadt 98 ist nicht mehr Spitzenreiter der 2. Liga. Den Punktgewinn in Hannover werten die Hessen, die ohne ihren Cheftrainer auskommen müssen, dennoch als Erfolg.

Hannover - Der Verlust der Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga tat dem SV Darmstadt 98 am Ende einer turbulenten Woche nicht weh. Mit dem 2:2 (1:1) bei Hannover 96 konnten die Hessen am Sonntag gut leben. Sieben Tage nach dem 0:5-Debakel gegen den Hamburger SV zeigten die Lilien ohne ihren positiv auf das Coronavirus getesteten Trainer Torsten Lieberknecht viel Moral und erkämpften sich zumindest einen Zähler. „Wir hatten mit vielen Unwägbarkeiten zu kämpfen bis hin zu dem Fakt, dass ich hier sitze und nicht unser Cheftrainer. Deshalb nehmen wir den Punkt gern mit“, sagte Co-Trainer Kai Peter Schmitz.

Beim Comeback von Schiedsrichter Felix Zwayer nach einer mehr als zweimonatigen Auszeit gingen die Gäste in der 18. Minute durch ein Eigentor von Sebastian Stolze in Führung. Der Pechvogel war erst kurz vor dem Anpfiff durch eine Verletzung seines Teamkollegen Sebastian Ernst in die Aufstellung gerutscht. Die Tore von Cedric Teuchert (35.) und Julian Börner (50.) gaben dem Spiel eine verdiente Wende. Auch der Ausgleich von Aaron Seydel (61.) verhinderte nicht mehr, dass Darmstadt in der Tabelle bis auf Platz vier zurückfiel.

„Am Ende hat jeder ein faires 2:2 gesehen. Wir fahren zufrieden nach Hause“, sagte Schmitz dennoch. Er musste kurzfristig in die Chefrolle schlüpfen, nachdem sich Lieberknecht trotz eines vollständigen Impfschutzes erneut mit dem Coronavirus infiziert hatte. „Mir selbst geht es abgesehen von Erkältungssymptomen gut“, teilte der 48-Jährige am Samstagabend mit.

Die Partie in Hannover verfolgte er zwar nur vor dem Fernseher - doch unbeteiligt war Lieberknecht deshalb nicht. „Jeder, der im Homeoffice sitzt, kennt die Möglichkeiten der Kommunikation, die es da gibt. Da ist einiges möglich“, berichtete Schmitz über den regen Austausch mit dem Chef.

Wie die 3800 Fans in der HDI Arena sah Lieberknecht ein teilweise hochklassiges Zweitliga-Spiel, in dem Hannover dem Aufstiegskandidaten stark zusetzte. Darmstadt vergab nach beiden Toren jeweils die Möglichkeit zum 2:0 und 3:2. Insgesamt aber hatten die starken 96er mehr Spielanteile und die besseren Chancen. Niklas Hult traf in der 69. Minute nur den Pfosten. dpa

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