Inflationsrate
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Ein Einkauf liegt im Wagen eines Supermarktes.

Inflationsrate in Hessen im August bei 3,7 Prozent

Die Verbraucherpreise ziehen in Hessen an. Im August gab es einen Anstieg um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Juli hatte die Inflationsrate bei 3,4 Prozent und im Juni bei 2,2 Prozent gelegen. Der Anstieg ist den Angaben nach wesentlich darauf zurückzuführen, dass im Vorjahreszeitraum vorübergehend die Mehrwertsteuer gesenkt wurde.

Wiesbaden - Im Vergleich zum Vormonat Juli seien die Verbraucherpreise im August durchschnittlich unverändert geblieben.

Die Preise für Energie stiegen den Angaben zufolge um 12,6 Prozent. Vor allem Heizöl habe sich binnen Jahresfrist um 55,1 Prozent und Kraftstoffe um 26,1 Prozent verteuert. Höhere Kosten seien auch für Erdgas (plus 5,2 Prozent) und für Strom (plus 2,1 Prozent) angefallen. Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Gesamtteuerung im August in Hessen bei 2,7 Prozent gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel zogen laut Landesamt um 4,8 Prozent an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat habe es eine deutliche Verteuerung für Gemüse (plus 10,6 Prozent), für Speisefette und -öle (plus 6,7 Prozent) sowie für Molkereiprodukte und Eier (plus 4,9 Prozent) gegeben. Tiefer die Tasche greifen mussten die Hessen auch für Obst (plus 3,3 Prozent) sowie für Brot und Getreideerzeugnisse (plus 2,8 Prozent).

Um der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise Schub zu geben, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Der reguläre Steuersatz verringerte sich von 19 Prozent auf 16 Prozent, der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent. dpa

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