Peter Beuth
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Peter Beuth (CDU) bei einer Pressekonferenz.

Initiative „Kompass“: Leichter Einstieg für kleine Kommunen

Hessens Kommunen wollen zusammen mit der Polizei das Sicherheitsgefühl der Menschen am Wohnort weiter verbessern. Hessen sei ein sicheres Land, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag in Wiesbaden und verwies auf die landesweit sinkende Zahl an Straftaten und eine steigende Aufklärungsquote. Die objektive Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen unterschieden sich jedoch oftmals deutlich.

Wiesbaden - Mit der hessischen Sicherheitsinitiative „Kompass“ könne analysiert werden, wo die jeweiligen „Angsträume“ der Menschen vor Ort sind, und dann entsprechend darauf reagiert werden, erklärte der Minister. Das geschehe im Netzwerk von Polizei, Kommunen und Bürgern. Gerade die Bürgerbefragungen hätten sich als zentrales Element von „Kompass“ herauskristallisiert. Das objektive Kriminalitätslagebild werde so ergänzt und passgenaue Lösungen für die jeweilige Kommune könnten erarbeitet werden.

Wichtige Bausteine von „Kompass“ (KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel) sind etwa die Videoüberwachung, die Schutzmänner vor Ort und der freiwillige Polizeidienst. Mittlerweile nehmen nach Angaben des Innenministers 91 Städte und Gemeinden an der landesweiten Sicherheitsinitiative teil. Über 2,5 Millionen Hessen werden so erreicht. Zahlreiche weitere Kommunen ständen als Interessenten auf der Warteliste.

Das Programm werde künftig mit „Kompasspartner“ und „Kompassregion“ ausgeweitet, teilte Beuth mit. So könnten kleinere Kommunen zunächst als „Kompasspartner“ von einzelnen Bausteinen der Sicherheitsinitiative profitieren. Ebenso könnten sich mehrere kleinere Kommunen als „Kompassregion“ zusammentun und so gemeinsam die Vorteile des Programms nutzen und sich das kommunalen Engagement für mehr Sicherheit aufteilen. dpa

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