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Insolvenzverfahren für Odenwaldschule: Weiterführung geplant

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Ein Schüler geht am 29.08.2013 in Heppenheim (Hessen) auf dem Schulgelände der Odenwaldschule zum Goethe-Haus, dem ältesten Wohnhaus. Foto: Uwe Anspach/dpa (zu lhe-Korr Spielfilm über Missbrauch an der Odenwaldschule - Schule Drehort" vom 03.09.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Schüler geht am 29.08.2013 in Heppenheim (Hessen) auf dem Schulgelände der Odenwaldschule zum Goethe-Haus, dem ältesten Wohnhaus. Foto: Uwe Anspach/dpa (zu lhe-Korr Spielfilm über Missbrauch an der Odenwaldschule - Schule Drehort" vom 03.09.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ © Uwe Anspach/dpa

Für die krisengeschüttelte Odenwaldschule wird ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Privateinrichtung in Heppenheim sei zahlungsunfähig, wie die Rechtsanwältin Sylvia Rhein am Freitag nach einer Prüfung mitteilte.

Für die krisengeschüttelte Odenwaldschule wird ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Privateinrichtung in Heppenheim sei zahlungsunfähig, wie die Rechtsanwältin Sylvia Rhein am Freitag nach einer Prüfung mitteilte. Rhein ist dann nicht mehr vorläufige, sondern bestellte Insolvenzverwalterin. Nun müsse geklärt werden, „ob das Erwerberkonzept "Schuldorf Lindenstein" von den Behörden als genehmigungsfähiges Konzept anerkannt wird”, sagte sie.

Eine aus Eltern bestehende Gruppe will versuchen, die Schule unter neuem Namen in abgespeckter Form weiterzuführen. Der Landkreis Bergstraße betonte als eine der Aufsichtsbehörden, es liege aber noch kein wirtschaftlich tragfähiges Konzept für die nächsten drei Jahre vor.

An der Schule war 2010 zum 100-jährigen Bestehen bekanntgeworden, dass vor allem in den 70er und 80er Jahren mindestens 132 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden waren. Die Zahl der Schüler im Privatinternat ging daraufhin zurück, weswegen die Schule in immer größere Finanznöte geriet.

(dpa)

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