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Jahresinflation in Hessen bei 3,1 Prozent

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Viele Eurobanknoten stecken in einer Geldbörse. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Die Verbraucherpreise in Hessen sind im vergangenen Jahr sprunghaft gestiegen. Angeheizt von Energiepreisen und der Rücknahme der befristeten Mehrwertsteuersenkung kletterte die durchschnittliche Inflationsrate auf 3,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Es war der höchste Stand seit 1993 mit damals 4,1 Prozent. Im Corona-Krisenjahr 2020 waren die Verbraucherpreise im Schnitt um 0,4 Prozent gestiegen.

Wiesbaden - Vor allem für Energie mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 2021 deutlich tiefer in die Tasche greifen als im Schnitt des Vorjahres. Sie verteuerte um 11,5 Prozent. Neben der gestiegenen Nachfrage im Zuge der weltweiten Konjunkturerholung wirkte sich auch die Anfang 2021 bundesweit eingeführte CO2-Abgabe aus.

Besonders drastisch verteuerten sich Heizöl (43 Prozent) und Sprit (23,7 Prozent). Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate in Hessen 2021 bei 2,1 Prozent gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im vergangenen Jahr durchschnittlich um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem Gemüse (5,5 Prozent) und Speisefette und -öle (4,9 Prozent) verteuerten sich deutlich.

Um der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise Schub zu geben, hatte der Bund die Mehrwertsteuer vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Steuersätze. Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teurer.

Die monatlich gemessene Inflationsrate war im Laufe des vergangenen Jahres schrittweise gestiegen: Im Dezember lag sie in Hessen bei 5,4 Prozent und damit deutlich über dem Jahresdurchschnitt. dpa

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