Jobabbau bei Fresenius Medical Care: Rat im Widerstand

Arbeitnehmervertreter haben Widerstand gegen den geplanten Abbau von 5000 Jobs beim Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) angekündigt. „Unsere oberste Priorität gilt der Beschäftigungssicherung und der sozialen Sicherheit der Beschäftigten und ihrer Familien“, sagte Stefanie Balling, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats bei FMC, am Montag in Bad Homburg.

Bad Homburg - Seit vergangener Woche lägen grobe Pläne und erste Maßnahmen für Deutschland vor. Der Gesamtbetriebsrat sei aufgefordert worden, binnen einer Woche konkret Stellung zu nehmen. Dem werde man nicht nachkommen, da es kaum aussagekräftige Informationen gebe. „Zeitlichen Druck und gar Ultimaten lehnen wir ab“, sagte Balling laut einer Mitteilung der Branchengewerkschaft IG BCE. Zusammen mit der IG BCE verlange man Aufklärung zum neuen Betriebsmodell.

Die Fresenius-Tochter FMC hatte Anfang November ein Sparprogramm im Kampf gegen Kostendruck und die Folgen der Corona-Krise angekündigt. Geplant sind schlankere Strukturen und der Abbau von weltweit 5000 Arbeitsplätzen. Damit will der Konzern die jährlichen Kosten bis 2025 um 500 Millionen Euro senken. Wie viele Jobs in Deutschland gestrichen werden sollen, teilte der Dax-Konzern nicht mit. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare