Fliegen
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Zwei Fliegen paaren sich auf einem Blatt.

Kampf gegen Fliegenplage: Gründau setzt auf neues Gutachten

Kleine Plagegeister sorgen seit Jahren für Unmut in Gründau: Vor allem der Ortsteil Lieblos kämpft in den Sommermonaten mit zahlreichen Fliegen. Von einem neuen Gutachten erhofft sich die Gemeinde jetzt dauerhafte Lösungsansätze.

Gründau - Mit einem neuen Gutachten will die Gemeinde Gründau im Main-Kinzig-Kreis die Ursachen einer seit Jahren in der warmen Jahreszeit wiederkehrenden Fliegenplage klären und Abhilfe schaffen. Für Ende Juli sei eine Aussprache im Beisein der Biologin aus Süddeutschland geplant, die das Gutachten erarbeitet hat, wie der Gründauer Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos) am Montag sagte. Dabei werde die Expertin ihre Erkenntnisse vorstellen und erläutern.

Wegen des Ungeziefers hatte sich die Bürger-Initiative „Fliegenplage Gründau“ in der Gemeinde gebildet, eine öffentliche Facebook-Gruppe „Gründaus Fliegen“ zählt fast 400 Mitglieder. Betroffen von den Quälgeistern ist vor allem der Ortsteil Lieblos, aber auch in Niedergründau und Rothenbergen seien die Fliegen Thema, wie Andreas Sonnenschein, Gründer der Bürger-Initiative, sagte.

Nach den Worten von Bürgermeister Helfrich ist es in diesem Jahr verglichen zu den Vorjahren aber bisher nicht vermehrt zu Beschwerden von Einwohnern gekommen. Dennoch arbeite man mit Hochdruck an dem Thema. Noch am Montagabend wollte Helfrich auch die Mitglieder der Gemeindevertretung über den Eingang des Gutachtens informieren. Zuvor hatte „Bild.de“ über das Thema berichtet.

Sonnenschein sieht in dem neuen Gutachten nach eigenen Worten gute Ansätze. Für Details verwies er auf das vereinbarte Treffen. „Wir wollen eine dauerhafte Lösung mit allen Beteiligten“, sagte er. Nach Helfrichs Worten besteht das Problem bereits seit etwa fünf Jahren. Die Plage war zum einen in Zusammenhang gestellt worden mit der örtlichen Kompostierungsanlage, zum anderen mit dem Umgang der Einwohner mit Bio-Müll, was bei Bürgern teils zu Unmut geführt hatte.

Schon zuvor hatte es zwei Gutachten gegeben, die in verschiedene Maßnahmen mündeten. Dazu gehörten nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises Gespräche mit dem örtlichen Eigenbetrieb Abfallwirtschaft sowie dem Betreiber der Kompostierungsanlage. Biologische und organisatorische Maßnahmen zielten zudem darauf ab, Rückzugsgebiete oder Brutstätten von Fliegen zu reduzieren - so etwa das regelmäßige Entfernen von Siebresten, eine intensivere Reinigung von Hofflächen, Kanalsystem und Sickerwasserbecken. Zudem sollte der Grünschnittanteil an dem gesamten Bioabfall in der Anlage erhöht werden. Auch die Häufigkeit der Abfuhr der Bio-Tonnen wurde erhöht. dpa

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