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Bilanz des „Car-Friday“: Hessische Polizei geht am Karfreitag gegen Raser vor

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Von: Helena Gries

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Die Polizei hat zum sogenannten Car-Friday am Karfreitag zahlreiche Kontrollen in Hessen durchgeführt. Besonders im Fokus der Beamten standen getunte Fahrzeuge.
Die Polizei hat zum sogenannten Car-Friday am Karfreitag zahlreiche Kontrollen in Hessen durchgeführt. Besonders im Fokus der Beamten standen getunte Fahrzeuge. © Jonas Güttler/dpa

Mit mehr als 300 Einsatzkräften kontrolliert die Polizei in Hessen am sogenannten „Car-Friday“ Autofahrer – im Fokus stehen Autoposer, Raser und Tuner.

Frankfurt – Die hessische Polizei hat zum sogenannten Car-Friday am Karfreitag zahlreiche Kontrollen im gesamten Bundesland durchgeführt. Besitzer getunter Autos treffen sich an diesem Tag gern bei Ausfahrten, daher gilt der sogenannte „Car-Friday“ bundesweit als Treffen für Raser, Tuner und Poser.

Wie das Landeskriminalamt in Wiesbaden mitteilte, wurden am Freitag (15.04.2022) in ganz Hessen insgesamt 1439 Fahrzeuge kontrolliert, 46 Straftaten registriert und 441 Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Elf Fahrzeuge seien vorläufig aus dem Verkehr gezogen worden.

„Car-Friday“ in Hessen: Polizei kontrolliert am Karfreitag Raser und Poser

Alles in allem hätten sich die Verkehrsteilnehmer aber überwiegend vernünftig und regelkonform verhalten, teilten die Beamten mit. Hessenweit waren alle sieben Polizeipräsidien unterstützt durch das Hessische Bereitschaftspolizeipräsidium mit insgesamt mehr als 300 Einsatzkräften aktiv. Ziel waren unter anderem großflächige Geschwindigkeitsüberwachungen mit unterschiedlichen Messtechniken sowie gezielte Kontrollen der Tuner-Szene mit Unterstützung von Zivilkräften.

In Wiesbaden wurde unter anderem ein BMW-Geländewagen kontrolliert, der zunächst stark beschleunigte und dann eine rote Ampel überfuhr. Bei der Kontrolle wurde eine illegal eingereiste Person im Fahrzeug festgestellt, teilte die Polizei mit. Zu größeren Ansammlungen von getunten Fahrzeugen kam es etwa im Bereich des ICE-Bahnhofs in Limburg an der Lahn, auch hier verhielten sich die Fahrzeugführer nach Angaben der Beamten überwiegend friedlich und vernünftig.

Karfreitag in Nordhessen: Polizei kontrolliert zum „Car-Friday“ 141 Fahrzeuge

Auch in Nordhessen hat die Polizei am sogenannten „Car-Friday“ Schwerpunktkontrollen mit mobilen und stationären Kontrollstellen im Zusammenhang mit der Tuningszene durchgeführt. Insgesamt wurden am Karfreitag 141 Fahrzeuge in diesem Zusammenhang kontrolliert, darunter 129 Pkw und sieben Motorräder sowie 167 Personen.

Von den kontrollierten Fahrzeugen wurden 35 Pkw beanstandet. Während bei einigen der beanstandenden Fahrzeuge eine Mängelanzeige ausreichte, erlosch bei 20 Fahrzeugen aufgrund von technischen Veränderungen die Betriebserlaubnis. In 34 Fällen haben die Beamten in Nordhessen Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Zudem konnte ein illegales Autorennen dokumentiert werden.

Polizeikontrollen in Hessen: Innenminister kritisiert Verkehrsrowdys

Viele Menschen empfänden oftmals hochmotorisierte Fahrzeuge zudem gerade bei hohen Drehzahlen als störend, mahnte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Samstag (16.04.2022). „Um sinnbefreitem Rundendrehen in unseren Innenstädten und PS-Protzerei auf unseren Landstraßen Einhalt zu gebieten, haben wir in allen sieben Polizeipräsidien spezialisierte Kontrolleinheiten eingerichtet“, so Beuth.

Die Einsatzkräfte seien auch über Ostern weiterhin unterwegs, um Auto- und Motorradfahrer daran zu erinnern, „dass unsere Straßen keine Rennstrecken sind“. Die Schwerpunktkontrollen seien keine Schikane, sondern Teil einer Verkehrsstrategie, die Menschenleben retten soll, betonte der Innenminister. (hg/dpa/ots)

Erst kürzlich stoppte die Polizei in Frankfurt einen Raser, der mit 200 km/h durch die Innenstadt rauschte. Die Beamten stellten Auto und Führerschein des Mannes sicher und leiteten ein Strafverfahren ein.

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