1. Startseite
  2. Hessen

Katholiken beraten weiter: Wie Dialogprozess fortsetzen?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Vierte Synodalversammlung
Mitglieder nehmen an der vierten Synodalversammlung der katholischen Kirche in Frankfurt teil. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Wie sollen in der hierarchisch gegliederten katholischen Kirche Dialog und Beratung unter Einschluss von Laien fortgesetzt werden? Diese Frage beschäftigt die Synodalversammlung zum Reformprozess der deutschen Katholiken am Samstag beim Abschluss der dreitägigen Debatten in Frankfurt am Main. Der Ordensgeistliche Manfred Kollig warb für die Einrichtung eines Synodalen Ausschusses, der einem Synodalen Rat vorangehen soll:

Frankfurt/Main - „Wir brauchen offene Räume zum offenen Denken und zum offenen Entscheiden“, sagte er. Charlotte Kreuter-Kirchhof vom Zentralkomitee der Deutschen Katholiken machte deutlich: „Wir sind hier auf der Suche und noch nicht am Ziel.“

Die fünfte Synodalversammlung im kommenden März ist bereits als Abschluss des sogenannten Synodalen Wegs vorgesehen, mit dem der Reformprozess strukturiert werden soll. Auf dessen Vollversammlung diskutieren und entscheiden neben den Bischöfen Vertreter von Laien, kirchlichen Mitarbeitern, Priestern und Ordensleuten über Veränderungen der Kirche.

Der Synodale Weg läuft seit 2019, organisiert vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und der Deutschen Bischofskonferenz. Beide Gremien wollen Änderungen erreichen in der kirchlichen Sexualmoral, bei der Rolle von Frauen in der Kirche, beim Umgang mit Macht und beim Zölibat, der verpflichtenden Ehelosigkeit katholischer Priester. Auslöser des Reformprozesses war die massive Vertrauenskrise nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals. dpa

Auch interessant

Kommentare