Zweite Synodalversammlung der katholischen Kirche
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Thomas Sternberg (M), Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, und Georg Bätzing, Bischof von Limburg.

Katholiken schließen zweite Synodalversammlung ab

Drei Tage haben Katholiken aus ganz Deutschland in Frankfurt über eine Reform ihrer Kirche diskutiert. Am Samstag geht die dritte Synodalversammlung zuende. Nicht alle sind zuversichtlich.

Frankfurt/M. - Die deutschen Katholiken beenden am Samstag (Abschluss-Pk 1600) in Frankfurt am Main ihre zweite Synodalversammlung zur Reform der Kirche. Drei Tage haben die 230 Mitglieder in der Frankfurter Messe darüber diskutiert, wie die Kirche nach dem Missbrauchsskandal erneuert werden kann. Die vier Themenbereiche sind die Position der Frauen in der Kirche, die katholische Sexualmoral, der Umgang mit Macht und die priesterliche Ehelosigkeit (Zölibat).

Kritisch angemerkt wurde unter anderem, dass bei den 69 deutschen Bischöfen vielfach noch überhaupt nicht klar sei, wie sie zu den angestrebten Reformen stünden. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Bischöfe ist für die Beschlussfassung nötig - und selbst dann wären die Reformen noch nicht bindend. Aus dem Vatikan waren in letzter Zeit mehrfach Warnungen vor weitgehenden Reformbeschlüssen gekommen. Mehrere Laienvertreter warnten deshalb in der Versammlung vor einer „Schere im Kopf“, die in vorauseilendem Gehorsam alle Vorschläge auf den kleinstmöglichen gemeinsamen Nenner reduziere.

Die nächste Synodalversammlung soll im Februar stattfinden, die vierte und letzte dann im kommenden September. dpa

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