Katholische Bischöfe sprechen über sexuellen Missbrauch

Die katholischen Bischöfe in Deutschland beschäftigen sich bei ihrer heute in Fulda beginnenden Herbst-Vollversammlung vor allem mit den Lehren aus dem jüngst bekannt gewordenen Missbrauchsskandal.

Die katholischen Bischöfe in Deutschland beschäftigen sich bei ihrer heute in Fulda beginnenden Herbst-Vollversammlung vor allem mit den Lehren aus dem jüngst bekannt gewordenen Missbrauchsskandal. Wichtiger Tagesordnungspunkt des viertägigen Treffens ist am Dienstag die Vorstellung einer von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Auftrag gegebene Studie.

Ihre wichtigsten Ergebnisse sind bereits vorab öffentlich geworden. Zwischen 1946 und 2014 sollen insgesamt 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben. Kritiker und katholische Reformkräfte fordern angesichts des Ausmaßes einen grundlegenden Kulturwandel in der deutschen katholischen Kirche.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) verlangte, innerkirchlich müsse sich künftig „eine Kultur des Hinsehens und Eingreifens” durchsetzen. Die Kirche müsse zudem „umfassend mit der Justiz zusammenarbeiten und jede bekannt gewordene Tat anzeigen, damit Staatsanwaltschaften diese verfolgen können”.

(dpa)

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