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Kazungu-Haß verlässt SPD-Fraktion: Claus Schick folgt nach

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Das Logo der SPD in der Parteizentrale in Berlin. © Wolfgang Kumm/dpa/Symbolbild

Die SPD-Politikerin Giorgina Kazungu-Haß scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem rheinland-pfälzischen Landtag aus und kehrt in den Schuldienst zurück. Ihr Nachfolger im Parlament ist der 53 Jahre alte Claus Schick, wie die Fraktion am Mittwoch in Mainz mitteilte. Schick ist Ortsvorsteher in Lachen-Speyerdorf und B-Kandidat im Wahlkreis von Kazungu-Haß in Neustadt an der Weinstraße.

Mainz - Kazungu-Haß war eine sehr prononcierte Stimme in der Fraktion und zuletzt Vorsitzende des Bildungsausschusses sowie Integrations- und Migrationspolitische Sprecherin als auch Religionspolitische Sprecherin.

„Giorgina Kazungu-Haß war mehr als sechs Jahre eine sehr engagierte, ambitionierte und meinungsstarke Abgeordnete unserer Fraktion. Besonders in den Themenfeldern Kultur und Bildung, aber auch im Kampf gegen Alltagsrassismus hat sie sich besonders stark hervorgetan“, sagte die SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Schick sei „ein Macher, der vor Ort seit Jahren anpackt und seinen Wahlkreis bestens kennt“.

Der SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz sprach Kazungu-Haß den „allergrößten Dank“ aus. Sein Stellvertreter und ehemaliger Fraktionschef Alexander Schweitzer zeigte sich traurig. „Giorgina Kazungu-Haß ist eine herausragende und bewundernswerte Politikerin. Sie hat die SPD Rheinland-Pfalz bereichert.“ Dass sie den Landtag verlasse, „ist ein großer Verlust für uns als SPD. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung“.

„Ich setze meine Kraft und Expertise nun wieder in der Praxis um“, sagte Kazungu-Haß. Vor ihrer Wahl in den Landtag 2016 hatte sie bereits als Lehrerin und Konrektorin an einer Integrierten Gesamtschule gearbeitet. Ihr Nachfolger Schick sei „ein Teamplayer“ und sie habe großes Vertrauen in ihn. „Er wird ein nahbarer Abgeordneter sein, der zuhören kann, aber auch die Umsetzung angeht.“ dpa

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