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Kein Aus für die Corona-Maskenpflicht im ÖPNV in Hessen

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Von: Niklas Hecht

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In Hessen gibt es vorerst keine Abkehr von der Corona-Maskenpflicht im ÖPNV. Um darauf hinzuweisen, verteilt die VGF kostenlose Masken an der Frankfurter Hauptwache.

Wiesbaden - Hessen hält an der Corona-Maskenpflicht im ÖPNV fest. In den Bussen und Bahnen im Nahverkehr kämen die Menschen teilweise sehr eng zusammen, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag im hessischen Landtag in Wiesbaden. Ein Mund-Nase-Schutz biete dabei eine gute Vorsorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, stelle aber einen verhältnismäßig geringen Eingriff in die Grundrechte der Menschen dar. Daher gebe es keinen Anlass für eine Änderung der bestehenden Maskenpflicht im ÖPNV.

Die Oppositionsfraktionen von FDP und AfD forderten dagegen ein Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen im hessischen Nahverkehr. Die Landesregierung sollte auf die Eigenverantwortung der Bürger setzen. Abgeordnete der übrigen Fraktionen im hessischen Landtag lehnten diese Forderung mit deutlichen Worten ab und verwiesen etwa darauf, dass in der kalten Jahreszeit die Corona-Zahlen wieder ansteigen werden.

Für einen Verzicht auf die Maskenpflicht in Bus und Bahn besteht kein Anlass.
Für einen Verzicht auf die Maskenpflicht in Bus und Bahn besteht kein Anlass. © Monika Skolimowska/dpa

Hessen: Verkehrsgesellschaft Frankfurt verteilt kostenlose Masken, um auf Maskenpflicht hinzuweisen

Passend zur Entscheidung des hessischen Landtages verteilte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) am Donnerstag (17. November) an der Station „Hauptwache“ kostenfrei Masken, um auf die nach wie vor bestehende Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr hinzuweisen, wie sie mitteilte. Die Mund-Nase-Bedeckungen seien mit der freundlichen Erinnerung versehen, sie in Bahnen und Bussen zu tragen, auch wenn die Vorschrift nicht populär sein möge. Die nächste Kontrolle, sei es von Fahrscheinen oder Masken, komme bestimmt, so die VGF.

Verstöße gegen die Maskenpflicht ahndet die VGF mit einer Strafzahlung von 50 Euro. Wenn „Maskenverweigerer“ zusätzlich auch keinen gültigen Fahrschein besitzen, summieren sich die Verstöße auf 110 Euro. Die Pflicht zum Tragen einer Maske besteht nur in den Verkehrsmitteln. Außerhalb, an den Stationen oder Bahnsteigen, müssen keine Masken getragen werden. (nhe/dpa)

Neben der Maskenpflicht gibt es den öffentlichen Nahverkehr betreffend in Hessen weiteren Gesprächsbedarf: Das 49-Euro-Ticket scheint eine einfache Lösung vieler Probleme zu sein. In Frankfurt wächst aber die Sorge, dass das Angebot im ÖPNV nicht ausreicht.

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