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Keine Einigung: Verdi kündigt Warnstreik am Uniklinikum an

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Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Im Streit um bessere Arbeitsbedingungen für die Pflegerinnen und Pfleger der Uniklinik Frankfurt ist auch die zweite Runde zwischen Arbeitgeber und der Gewerkschaft Verdi ohne Ergebnis geblieben. „Wir sind von einer Einigung noch weit entfernt“, sagte eine Sprecherin von Verdi am Mittwoch. Von Donnerstagfrüh bis Freitagabend ist nun ein zweitägiger Warnstreik geplant.

Frankfurt/Main - Die medizinische Versorgung soll mit einer Notdienstvereinbarung gewährleistet werden. Zu dem Warnstreik sollen rund 4000 nichtärztliche Beschäftigte aufgerufen werden.

Die betreuende Gewerkschaftssekretärin Hilke Sauthof-Schäfer erwartet mehrere hundert Beschäftigte, die sich der Aktion beteiligen. Demnach seien zu Frühschicht-Beginn an beiden Tagen Demonstrationszüge mit Start vor dem Krankenhaus geplant.

Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag zur Entlastung der Beschäftigten. Unter anderem geht es um die Einhaltung selbst gesetzter Personalschlüssel - etwa zur Anzahl von Patienten pro Pflegekraft, zu besseren Ausbildungsbedingungen und zu Ausgleich für Arbeit in Überlastungssituationen. Die Verhandlungspartner wollen sich am kommenden Montag wieder zusammensetzen.

Zuletzt hatte es in Nordrhein-Westfalen einen wochenlangen Arbeitskampf um bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der dortigen sechs Unikliniken gegeben. Weit mehr als 10.000 Operationen mussten wegen knapper Besetzung verschoben werden. Mitte Juli einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft dann auf einen Kompromiss, der unter anderem einen besseren Personalschlüssel insbesondere in patientennahen Berufsgruppen sowie eine schichtgenaue Belastungsmessung durch freie Tage vorsieht.

Die Uniklinik Frankfurt ist eine von nur zweien in Hessen. Das Uniklinikum Gießen-Marburg wurde privatisiert und gehört zur Rhön-Klinikum AG. dpa

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