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Schon der Hinkampf war eskaliert: Trainer verpasst Gegner heimlich Kinnhaken – Video entlarvt ihn

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Schaafheimer Ekstase nach dem Schultersieg von Marcus Plodek. Am Ende aber jubelten die Gailbacher, ehe es zu Ausschreitungen kam.
Schon im Hinkampf in Schaafheim geht es heiß her. Nach der ASV-Niederlage gegen Gailbach kommt es zu Ausschreitungen. © Dörr

Schon der Hinkampf zwischen Schaafheim und Gailbach eskaliert. Im zweiten Duell verpasst Schaafheims Trainer seinem Gegner einen Schlag und wird dabei ertappt.

Münster – In der Ringer-Oberliga Hessen hat der ASV Schaafheim seit Samstagabend keine Chance mehr auf die Meisterschaft. Die „Bachgau-Bären“ unterlagen bei Spitzenreiter TSV Gailbach mit 15:17.

Nachdem schon der Hinkampf in Schaafheim mit Ohrfeigen auf und Handgemengen neben der Matte unschön verlaufen war, spielte diesmal Schaafheims Ringertrainer Marcus Plodek in negativer Hinsicht das Zünglein an der Waage.

ASV Schaafheim: „Wir wollten den Gailbachern die Kerb versauen“

Die Schaafheimer hatten alle Register gezogen, um sich für die Hinrunden-Niederlage zu revanchieren. Mehrere Sportler hatten viel Gewicht gemacht und tauchten in neuen Limits auf. „Wir wollten den Gailbachern die Kerb versauen“, sagte der Sportliche Leiter Michael Trippel. Doch das misslang – speziell wegen einer brisanten Szene im Duell der 86-Kilo-Freistil-Klasse zwischen dem Gailbacher Dumitruh Strah und Plodek.

Beim Stand von 3:4 aus Plodeks Sicht in Runde zwei versetzte der Schaafheimer seinem Gegner plötzlich einen Kinnhaken – dokumentiert durch ein Video aus der Gailbacher Ecke. Die Tätlichkeit wurde korrekt mit Rot und einer 4:0-Wertung für Strah geahndet. Plodek, der auch noch gesperrt wird, war hernach ein Häufchen Elend.

Ringen: FSV Münster verliert Verbandsliga-Duell

„Das geht aber gar nicht, da gibt es keine zwei Meinungen“, sagte auch Trippel: „Wir werden Marcus aber weiter stützen, er ist unser Trainer und ein super Typ. Wir stehen hinter ihm!“

Verbandsliga-Tabellenführer FSV Münster kassierte eine Niederlage, die die Meisterschaft kosten könnte: Beim 11:12 gegen die RWG Alzenau/Kahl nutzten die „Freien“ auch die Überzahl von acht zu sieben Ringern nicht. FSV-Athlet Said Zadah lag gegen Simon Balles mit 14:2 vorn, als er geschultert wurde – der entscheidende Patzer. (Jens Dörr)

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