Klageandrohung von Umwelthilfe: Wintershall Dea wehrt sich

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea wehrt sich beim Thema Klimaschutz gegen juristischen Druck von Deutscher Umwelthilfe (DUH) und Greenpeace. DUH und Greenpeace hatten Anfang September dem Kasseler Unternehmen sowie den drei Autokonzernen BMW, Mercedes und Volkswagen Unterlassungsschreiben zugeleitet mit dem Ziel, die Unternehmen zu verpflichten, ihr Geschäftsmodell so zu ändern, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens erfüllt werden.

Kassel - Wintershall Dea zum Beispiel sollte zusichern, spätestens ab 2026 keine neuen Öl- und Gasfelder mehr zu erschließen. „Wintershall Dea sieht nicht, dass die DUH einen Anspruch auf eine solche Erklärung hat“, teilte das Kasseler Unternehmen, das mehrheitlich zum weltgrößten Chemiekonzern BASF gehört, am Montag mit. Umwelthilfe und Greenpeace hatten mit Klagen gedroht, sollten die Konzerne nicht die gewünschten Unterlassungserklärungen abgeben.

Kern des Pariser Abkommens von 2015 ist die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels fordern Umweltschützer und Wissenschaftler mehr Anstrengungen, um etwa den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu verringern.

„Als Europas führender unabhängiger Erdgasproduzent unterstützt Wintershall Dea die CO2-Emissionsziele der Europäischen Union. Mit unserem Erdgas leisten wir einen Beitrag zu mehr Klimaschutz, indem wir die Verstromung von Kohle durch klimaschonenderes Erdgas ersetzen und die Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas ermöglichen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Wintershall Dea, Mario Mehren. Die Energiewende hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft könne nur „durch einen cleveren Mix aus erneuerbaren und kohlenstoffarmen Energien gemeistert werden“. dpa

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