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Klösges: Eigentümern geht es nicht um kurzfristigen Erfolg

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Aareal-Bank-Chef Jochen Klösges sieht die bevorstehende Mehrheitsübernahme seines Instituts als Chance für eine gezieltere Wachstumsstrategie. „Wir können mit der Rückendeckung unseres künftigen Mehrheitsaktionärs in allen Segmenten unsere Geschäftsmodelle weiterentwickeln und risikoorientiert wachsen“, sagte Klösges dem „Handelsblatt“ (Freitag). In den aktuell unsicheren Zeiten sei „eine stabile Eigentümerstruktur mit Investoren, die uns langfristig unterstützen wollen, ein klarer Vorteil“.

Frankfurt/Main - Advent und Centerbridge gehe es nicht um kurzfristige Erfolge.

Die beiden Finanzinvestoren sind auf bestem Weg zur Übernahme des Wiesbadener Gewerbeimmobilienfinanzierers. Nach jüngsten Angaben sicherte sich deren Bietergesellschaft Atlantic Bidco im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre der Aareal Bank inzwischen rund 84 Prozent der Anteile. Der Vollzug der Transaktion wird für das vierte Quartal 2022 oder das erste Quartal 2023 erwartet.

„Ich habe es immer geschätzt, mit Eigentümern zusammenzuarbeiten, die sich unternehmerisch verantwortlich fühlen und mit denen man intensiv über Strategien diskutieren kann. Das ist auch meine Erwartungshaltung an die neuen Investoren“, sagte Klösges. Der ehemalige Commerzbank-Vorstand hatte das Amt des Aareal-Vorstandsvorsitzenden am 15. September vergangenen Jahres übernommen - kurz vor dem ersten Versuch der Finanzinvestoren, die Mehrheit an dem Institut zu übernehmen.

Einen Abschied der derzeit im SDax notierten Aareal Bank von der Börse sieht Klösges trotz der neuen Eigentümerstruktur zunächst nicht: „Wir werden weiterhin eine Aktiengesellschaft sein. Ein Delisting kann eine Option sein, ist aber keine beschlossene Sache.“ dpa

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