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Klose: Corona-Pandemie nach wie vor „kritische Situation“

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Intensivstation Covid-Bereich
Ein Symbol auf der Intensivstation einer Klinik weist auf den Covid-Bereich hin. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) sieht die Lage in der Corona-Pandemie nach wie vor kritisch. Die Belastung der Normalstationen in den Krankenhäusern erreiche Rekordwerte, sagte er am Montag in Wiesbaden. Die Intensivstationen seien nicht so belastet wie etwa im Spätherbst 2021, allerdings sei die Infektionsdynamik so hoch wie nie. Es sei sehr wichtig, weiter vorsichtig zu bleiben, mahnte Klose.

Wiesbaden - In Innenräumen sollte man im Zweifel lieber eine Maske tragen, auch wenn es nicht vorgeschrieben sei.

Der Minister erneuerte die Kritik des Landes daran, dass von Anfang April an über das Infektionsschutzgesetz des Bundes nur noch Basisschutzmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie möglich sind. Dies sei der Situation in keiner Weise zuträglich. Für Montagnachmittag war eine Sonderkonferenz der Gesundheitsminister geplant.

Der Marburger Virologe Stephan Becker erklärte, man habe in zurückliegenden zwei Jahren gut beobachten können, wie sich das Coronavirus an den Menschen angepasst habe. Es könne sich inzwischen gut vermehren und sei gut übertragbar. Auch wenn die Schwere der Infektionen scheinbar abgenommen habe, müsse man stets im Blick behalten, dass viele Menschen geimpft seien. Bei Ungeimpften könne auch die Omikron-Variante nach wie vor zu schweren Verläufen führen.

Die hohen Zahlen bei den Corona-Neuinfizierten beunruhigten ihn zwar nicht so sehr, sagte Becker. „Weil wir sehen, dass nicht mehr so viele Infizierte ins Krankenhaus müssen.“ Allerdings gab er zu Bedenken, dass bei einer großen Ausbreitung auch mehr mutierte Viren entstehen könnten. Damit wachse die Wahrscheinlichkeit, dass sich darunter Varianten befinden, die dem Menschen gefährlicher werden könnten. dpa

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