Neue Runde im Kuhglocken-Streit
+
Zwei Kälber sind in Körle in der Region Kassel ausgebüxt und auf eine ICE-Strecke geraten. Symbolbild

Kinder retten Tiere

Kälber geraten auf ICE-Strecke: Kleine Cowboys fangen sie wieder ein

Ein Ausflug von zwei Kälbern an eine ICE-Strecke hätte schlimm enden können. Doch zwei Kinder retten die Tiere vor einem möglichen Zusammenstoß mit einem Zug. 

  • Zwei Kälber büxen von ihrer Weide in Körle im Schwalm-Eder-Kreis in der Region Kassel aus
  • Zwei Kinder sichern die Tiere mit Seilen
  • Die Polizei läßt auf eine anliegenden ICE-Strecke vorsichtshalber den Zugverkehr verlangsamen

Zwei Kinder haben womöglich einen Zusammenstoß von mehreren Kälbern mit einem Zug verhindert. Wie die Polizei berichtet, waren am Samstag, 30.05.2020, zwei Kälber von einer Weide in Körle im Schwalm-Eder-Kreis in der Region Kassel ausgebüxt. 

Die Tiere liefen gegen 20 Uhr am Körler Überholbahnhof in Richtung der Gleise. Auf der ICE-Strecke fahren Züge teilweise mit einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern, wie die Polizei berichtete. 

Kälber entlaufen in der Region Kassel: Cowboys fangen Tiere mit Seilen 

Zu einem Zusammenstoß zwischen ICE und Kalb kam es aber glücklicherweise nicht. Ein 13 und ein 14 Jahre alter Junge bemerkten die Tiere an der Strecke und griffen mutig ein. 

Mithilfe von Stricken hielten die Jungen die Kälber fest. Der 14-Jährige rief mit seinem Handy sofort die Polizei. Die Polizei Melsungen und die Bundespolizeiinspektion Kassel reagierten auf den Notruf. 

Kälber entlaufen in der Region Kassel: Zugverkehr verlangsamt

Aus Sicherheitsgründen wurde die Deutsche Bahn über die Gefahrenstelle informiert und die Züge auf der ICE-Strecke mussten vorsichtshalber den Streckenabschnitt in langsamer Fahrt passieren. 

Dadurch verspäteten sich insgesamt fünf Züge um rund 10 Minuten, berichtete die Polizei. Die Polizei konnte den Besitzer der Kälber schnell ausfindig machen. Er kam zu der Gefahrenstelle und übernahm die beiden Kälber von den Kindern in seine Obhut. 

Die Polizei lobte die beiden jungen „Cowboys“ für ihr beherztes Eingreifen. „Die jungen Cowboys haben sehr gut reagiert!“, hieß es im Bericht der Polizei. Gegen den Halter der Tiere leitete die Bundespolizei Kassel dagegen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

von Philipp Zettler 

Tiere entlaufen in der Region Kassel

Auf der A7 bei Kassel hätte der Ausflug von fünf Pferden schlimm enden können. Die Tiere blockieren die Fahrbahn. Eine Pferdekennerin greift ein.

Im Schwalm-Eder-Kreis gab es einen Wildunfall: Ein Biber wurde von einem Auto erfasst und starb.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare