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Alkoholkontrollen auf Autobahnraststätte

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KOMMENTAR zu Alkohol am Steuer: EU muss den Lkw-Fahrern helfen

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Wieder hat jetzt die hessische Polizei viele alkoholisierte Lkw-Fahrer aus den Verkehr gezogen. Das ist gut so. Auffallen ist der Herkunftsort der meisten Alkoholisierten.

Ein betrunkener Fahrer und sein Lkw sind eine „Waffe“ auf den Autobahnen. Was ein solches „Geschoss“anrichten kann, ist immer wieder in den Medien zu lesen, zu hören und zu sehen. Deshalb ist es wichtig, wenn die Polizei das Druckpotenzial auf Trinker in den Brummis erhöht. Auch wenn nur rund zehn Prozent der kontrollierten Fahrer zu tief ins Glas geschaut hatten, sind das immer noch zehn Prozent zu viel. Das dürfte jedem klar sein.

Lesen Sie den Artikel zu diesem Kommentar:  Die hessische Polizei hat erneut Lkw-Fahrer auf Alkohol kontrolliert - und wurde wieder fündig

Und noch eines fällt bei diesen Kontrollaktionen der Polizei immer wieder auf. Die Fahrer, die einen zu kräftigen Schluck aus der Pulle nehmen, stammen in aller Regel aus osteuropäischen Ländern. Sie kommen aus Litauen oder Bulgarien, arbeiten für einen Hungerlohn und sind, angetrieben von ihren Auftraggebern, manchmal monatelang auf den westeuropäischen Autobahnen unterwegs. Ihre Familien sehen sie in dieser Zeit selbstverständlich nicht. Ihr „Hotel“ ist die Fahrerkabine, ihr Bewegungsradius beschränkt sich auf das Areal eines Rastplatzes. Um dieser Tristesse zu entgehen, bleibt für einige offenbar nur noch der Griff zur Flasche. Diese Arbeitsverhältnisse müssen deshalb schnellstens beendet werden. Jetzt sind die EU-Verkehrsminister gefordert, hier endlich die Notbremse zu ziehen.

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