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Kommunen: Interesse an Schutz vor Starkregenschäden höher

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Flutkatastrophe im Ahrtal
Eine Luftaufnahme zeigt die Zerstörungen an der Ahr,. © Boris Roessler/dpa/Archivbild

Nach der Hochwasserkatastrophe 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist das Interesse hessischer Kommunen an Informationen zum Thema Starkregen deutlich gestiegen. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden mitteilte, sind seit der Katastrophe vergangenen Sommer mehr als 200 Anträge für sogenannte Fließpfadkarten eingegangen.

Wiesbaden - Zuvor hatten sich demnach erst 40 Städte und Gemeinden gemeldet. Diese Karten zeigen die Wege, die das Wasser bei Starkregen durch die Kommune nehmen kann.

Starkregen verursacht laut Umweltministerium rund die Hälfte aller Überschwemmungsschäden - oft weit entfernt von Gewässern. Dieser heftige Niederschlag kann durch den Oberflächenabfluss zu Sturzfluten führen, wenn das Wasser von oben einen Hang hinabkommt. Demgegenüber steigt Hochwasser aus Gewässern auf - es kommt von unten.

Das Land unterstütze die Kommunen bei dem Schutz vor Starkregenschäden finanziell, erläuterte das Ministerium. Bis zu 100 Prozent Förderung gibt es etwa für die Entsiegelung von Flächen oder die Anlage von Versickerungsmulden in Siedlungen.

Noch genauer als eine Fließpfadkarte seien Starkregen-Risikoanalysen, teilte das Umweltministerium mit. Dabei werden die Geländestruktur, Gewässerläufe, Wetterdaten und Landnutzung sowie Gebäudeumrisse und Kanalnetzinformationen berücksichtigt. 2021 hat das Land für 15 Kommunen Starkregen-Risikoanalysen mit insgesamt rund 888.000 Euro gefördert. dpa

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