Leerstand in Innenstädten
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Menschen gehen hinter dem Gitter eines leerstehenden Geschäfts in einer Innenstadt vorbei.

Kommunen: Pandemie beschleunigt Umbrüche in Innenstädten

Die Corona-Pandemie ist auch an den Einkaufsstraßen in den Innenstädten nicht spurlos vorübergegangen. Große hessische Kommunen wie Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Darmstadt, Hanau oder Fulda berichten von Leerständen in den Innenstädten. Diese seien aber in der Pandemie keineswegs so groß, wie zu befürchten war. Vielmehr sind die Einkaufsstraßen in einem Wandel, der nach Auffassung von Städten und Kaufleuten auch ohne die Pandemie gekommen wäre, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Darmstadt/Hanau/Kassel - In einem bis Mitte September laufenden Projekt „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ können Kommunen Bundesmittel für innovative Konzepte bekommen.

„Aus meiner Wahrnehmung ist Corona hier der Katalysator einer zwingenden Entwicklung“, sagte der Vorsitzende der City Kaufleute Kassel, Alexander Wild. Die Zentrallagen würden sich zunehmend verändern, durch die Homeofficeentwicklung sei auch ein Rückgang der Büroflächen zu erwarten.

Eine Entwicklung, die man auch in anderen Städten sieht. „Corona hat das Ganze beschleunigt“, sagte Daniel Freimuth von der Hanauer Marketing GmbH. In Hanau habe man die Frage der Innenstadtentwicklung schon 2019 gestellt und als eine der ersten Kommunen ein Vorkaufsrecht beschlossen. „Wir sind involviert in alle Verkäufe. Das gibt uns einen Hebel in die Hand“, sagte Freimuth. So könne man Immobilienspekulationen vorbeugen - und keiner wolle das nächste Nagelstudio oder den nächsten Handyladen. dpa

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