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Die Sonne strahlt durch eine Dampfwolke, die das Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg ausstößt.

Kraftwerk Staudinger will Recyclinganlage und Rechenzentrum

Zur Zukunftssicherung des Kraftwerkstandorts Staudinger hat der Betreiber Uniper Pläne präsentiert. Der Energiekonzern will auf dem Gelände in Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) ein großes Rechenzentrum

Zur Zukunftssicherung des Kraftwerkstandorts Staudinger hat der Betreiber Uniper Pläne präsentiert. Der Energiekonzern will auf dem Gelände in Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) ein großes Rechenzentrum und eine Aufbereitungsanlage für Alt-Asphalt ansiedeln - beide benötigen viel Strom für ihre Anwendungen. „Wir arbeiten an einer Neuausrichtung des Standorts”, sagte Kraftwerksleiter Matthias Hube. Zuvor hatten mehrere Medien über die Pläne von Uniper berichtet.

Staudinger ist nach eigenen Angaben noch immer Hessens größtes konventionelles Kraftwerk. Doch Betrieb und Auslastung gingen in den vergangenen Jahren zurück. Der mit Kohle befeuerte Block 5 ist in den Sommermonaten vom Netz genommen worden. In der Zeit gibt es auf dem Markt genügend preiswerten Strom aus Sonnen- und Windenergie. Der Gasblock 4 dient seit Jahren als Netzreserve, die bei Bedarf aktiviert wird. Die Blöcke 1 bis 3 sind stillgelegt. Mittlerweile arbeiten nur noch 110 Beschäftigte sowie 20 Auszubildende bei Staudinger. Vor 20 Jahren waren mehr als 600 Mitarbeiter.

Uniper würde gern ein großes Rechenzentrum bei Staudinger angliedern, weil dessen Server viel Strom benötigen. Ebenso verhält es sich mit Anlage für Asphalt-Recycling. Sie macht aus altem per Bahn oder Schiff angelieferten Straßenasphalt Sand, Kies und Geröll als neues Baumaterial.

(dpa)

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